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Götze wechselt zum FCB - so viel steht fest. Was der Transfer nach sich zieht, ist allerdings offen. Vor allem die Personalien Schürrle, de Bruyne und Marin könnten betroffen sein.

Dortmund/München. Es ist der größte Transfer innerhalb der Bundesliga aller Zeiten: Für 37 Millionen Euro wechselt Mario Götze zur kommenden Saison von Borussia Dortmund zum FC Bayern München. Nicht nur aufgrund des riesigen finanziellen Volumens – inklusive Gehalt ist von 90 Millionen Euro die Rede -, sondern auch angesichts der personellen Konsequenzen für die gesamte Bundesliga ist es ein bedeutungsschwerer Wechsel.

Was wird aus Schürrle?

Allen voran der deutsche Nationalspieler Andre Schürrle dürfte vom Götze-Deal direkt betroffen sein. Der 22-Jährige will im Sommer zum FC Chelsea wechseln, durch die jüngste Entwicklung auf dem Transfermarkt haben sich die Chancen, dass es zeitnah zu einer Einigung zwischen den Engländern und Bayer Leverkusen kommt, verschlechtert. 

Denn die Bayer-Bosse haben deutlich gesagt, dass sie Schürrle nur dann gehen lassen, wenn ein adäquater Ersatz zur Verfügung steht. Geplant war die Verpflichtung von Kevin de Bruyne, der bei Chelsea unter Vertrag steht, derzeit als Leihspieler aber das Trikot von Werder Bremen trägt – und nicht abgeneigt war von der Idee, künftig für die Werkself zu spielen.

Nun aber ist davon auszugehen, dass Borussia Dortmund das ohnehin vorhandene Interesse an de Bruyne weiter verstärken wird. Damit würden die Chancen der Leverkusener deutlich sinken. 

Nachfolger für Götze gesucht

Oder wird Schürrle selbst der Götze-Nachfolger? Stand jetzt sind es reine Spekulationen, zwischen dem Bayer-Star und dem BVB gibt es bislang keinen Kontakt. Aber auch die Entscheidungsträger der besten deutschen Klubs werden nun derartige Gedankenspiele absolvieren, ehe sie sich festlegen.

Könnte Schürrle also Götze ersetzen? Fußballerisch ist es ihm durchaus zuzutrauen, dass er – angeleitet von Jürgen Klopp – die Lücke füllen kann. Auch aus seiner Sicht könnte ein Wechsel nach Dortmund Sinn ergeben: Dortmund ist Leverkusen sportlich noch einen Schritt voraus, zudem würde er sich – wie in London - finanziell verbessern. Dazu kommt: Mit Marco Reus spielt einer von Schürrles besten Freunden beim BVB, privat sprachen die Beiden schon oft darüber, einmal gemeinsam in einer Mannschaft zu spielen. 

Allerdings: Bayers Bosse arbeiten nach der Devise, Leistungsträger nicht an die direkte Konkurrenz abzugeben. Auch Arturo Vidal wechselte im Jahr 2010 nicht nach München, sondern zu Juventus Turin.

Durch die freigewordene Stelle im Dortmunder Mittelfeld gerät die gesamte Liga ins Wanken und Grübeln. Wie sich Klubs und Spieler entscheiden, ist so kurz nach der Bekanntgabe des Götze-Transfers noch unklar. 

Marin könnte ein Faktor werden

Klar ist aber: Mit Marko Marin steht ein alter Bekannter aus der Bundesliga wieder auf dem Zettel vieler Top-Klubs im In- und Ausland. Der Ex-Bremer hat ein enttäuschendes erstes Jahr bei Chelsea hinter sich, will sich aber bei den „Blues“ durchbeißen. Viel hängt von der Beantwortung der Trainerfrage bei Chelsea ab. Ob der neue Mann an der Seitenlinie auf Marin baut oder nicht.

Falls nicht, ist eine Rückkehr in die Bundesliga sehr gut möglich. Die Telefonnummer von Marko Marin dürfte Bayers Sportdirektor Rudi Völler in seiner Schreibtischschublade haben. Möglicherweise würde sich Andre Schürrle sehr darüber freuen, wenn Völler sie in sein Handy tippt.

EURE MEINUNG: Wo spielt Schürrle in der nächsten Saison?

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