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Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader bedauert die gewalttätigen Auseinandersetzungen rund um das Auswärtsspiel beim FC Bayern und verlangt Aufklärung - auch bei den Behörden.

Nürnberg. Martin Bader vom 1. FC Nürnberg hat sich zu den gewalttätigen Auseinandersetzungen vor dem Auswärtsspiel beim FC Bayern München (4:0) am Samstag geäußert. Der Sportdirektor des „Clubs“ verurteilte die Angriffe der Nürnberger Fans und kündigte eine Zusammenarbeit mit den Behörden an. 

Der 1. FC Nürnberg missbilligt Gewalt 

„Der 1. FC Nürnberg, das betonen wir immer wieder, missbilligt jegliche Form von gewaltsamen Vorkommnissen zwischen Fußballanhängern und gegenüber der Polizei“, wird Bader auf der offiziellen Vereinshomepage zitiert: „Gewalt, auch gegen Polizeibeamte, ist eine nicht hinnehmbare Strafhandlung, die aufgeklärt werden muss.“ 

„Wir wehren uns dagegen, alle Fans des 1. FC Nürnberg in einer verallgemeinernden und pauschalen Form in eine Gewaltecke zu stellen. Natürlich sind wir stolz darauf, wenn 5.000 oder 10.000 unserer Fans mit zu einem Auswärtsspiel reisen. Es kann nicht sein, dass sie und wir als Verein durch Einzeltäter in Misskredit und um unser positives Image gebracht werden“, erklärte der Sportdirektor. 

Aufklärung ja – aber auch bei den Behörden

„Wir sind sehr an einer differenzierten Aufarbeitung des Auslösers der Geschehnisse interessiert“, so der 45-Jährige weiter, der allerdings auch das Sicherheitskonzept der Münchener Polizei anzweifelte: „Die Ursachen der Eskalation auf Seiten einiger weniger Club-Fans, aber auch des Polizeieinsatzes, der ein Aufeinandertreffen zweier großer bekanntermaßen rivalisierender Fan-Gruppierungen nicht verhindern konnte, muss hinterfragt werden.“ 

Nach Polizeiangaben hatten am Samstag Nürnberger Ultras an der U-Bahnstation beim Stadion die dort anwesenden Polizeibeamten mit Flaschen und Steinen beworfen und auf sie eingeschlagen. Dabei wurden 16 Polizisten verletzt. Die Beamten, die sich mit Schlagstöcken und Pfefferspray wehren mussten, nahmen 30 Gewalttäter fest und 31 weitere in Gewahrsam.

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