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Beide Teams wollten den Befreiungsschlag, aber am Ende stand es 2:2-Unentschieden. Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen kommen im Abstiegskampf weiter nicht auf Touren.

Düsseldorf. Am Ende des Tages stand Stefan Reisinger in der Interview-Zone des Düsseldorfer Stadions und zog ein ernüchterndes Fazit: „Wir haben den Befreiungsschlag verpasst“, erklärte der Düsseldorfer Stürmer und erinnerte an das schwierige Restprogramm. Das sei ziemlich schwer, sagte Reisinger und blickte etwas bedröppelt drein. Fast so, als wolle er sagen, dass er sich nicht sicher sei, ob es am Ende zum Klassenerhalt reicht.

Tatsache ist: Fortuna Düsseldorf hat seit sieben Spielen nicht mehr gewonnen, auch am Samstagnachmittag reichte es nicht zu einem Sieg. 2:2 trennte sich die Mannschaft von Norbert Meier von Werder Bremen, einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. An Reisinger lag es nicht, dass sich der Aufsteiger mit einem Remis abfinden musste: Der Angreifer schoss zwei Tore, erst traf er zum 1:0 (3.), dann zum 2:1 (48.).

Beide Male gelang es der Fortuna nicht, die Führung zu verteidigen. In der ersten Halbzeit glich Zlatko Junuzovic nach einem Konter aus, das 2:2 fiel durch ein Eigentor von Innenverteidiger Martin Latka, der den Ball nach einer scharfen Hereingabe von Marko Arnautovic per Kopf ins eigene Tor bugsierte (70.).

"Es ist enttäuschend"

„Es ist enttäuschend, dass zwei Führungen nicht zum Sieg gereicht haben“, erklärte Fortunas Stürmer Robbie Kruse, der Reisingers 1:0 vorbereitet hatte. Die Gastgeber hatten weitere gute Torchancen, aber erst Johannes van den Bergh kurz vor der Pause und später Dani Schahin unmittelbar nach dem 2:1 brachten den Ball nicht im Tor unter.

Düsseldorfs Trainer Meier wird in der Nachbetrachtung der Partie damit weiter seinen Nebenjob als Krisenhelfer ausüben. Immer wieder erklärte er zuletzt, seine Mannschaft werde aus Misserfolgen lernen, und erinnerte daran, dass die Erwartungen bislang mehr als erfüllt werden. Auch nach dem Bremen-Spiel versprühte er Optimismus. „Die Mannschaft ist absolut am Leben. Niemand geht vor Angst in den Keller“, sagte Meier. Und weiter: „Vorher wurde gesagt, ein Punkte würde keiner Mannschaft weiterhelfen. Aber nun wird natürlich auch niemand auf ihn verzichten.“

Auch sein Bremer Kollege war nach dem Spiel weit davon entfernt, das Handtuch zu werfen. Thomas Schaaf kritisierte seine Mannschaft für Fehler bei den Toren, lobte aber auch die Moral. Dass sein Team seit acht Spielen nicht gewonnen hat und ebenfalls weiter im Abstiegskampf steckt, bringt ihn nicht aus der Fassung. Schaaf sagte: „Ich habe schon andere Situationen erlebt. Ich werde weiter versuchen, gut und effektiv zu arbeiten. Manchmal gelingt das besser, manchmal schlechter.“

Noch schlechter darf es jedenfalls nicht gelingen, sonst spielt Werder in der kommenden Saison womöglich in der 2. Bundesliga.

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