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Die Statistik verspricht nicht viele Tore: lediglich ein Tor fiel zwischen beiden Mannschaften in den letzten drei Partien. Dennoch: Die Teams müssen für Europa punkten.

Mainz. In der Bundesliga kommt es am Samstag zwischen Mainz 05 und dem Hamburger SV zu einem direkten Duell um die europäischen Plätze. Beide Teams sind in Lauerstellung und warten auf einen Patzer der Konkurrenz.

Um den Anschluss an Europa zu halten, muss für beide Teams eins Sieg her. Der Gastgeber aus Mainz steht derzeit auf Tabellenplatz acht - konnte allerdings nur eins der letzten neun Spiele gewinnen. Der Hamburger SV ist auf Platz elf abgerutscht, nachdem es zuletzt drei Niederlagen in Folge gab.

Rafael van der Vaart - mit Kapitänsbinde gegen die Krise des HSV

Am Donnerstag ließ Trainer Thorsten Fink sich eine ganz spezielle Übung einfallen, um Rafael van der Vaart noch einmal besonders in den Mittelpunkt zu stellen. Nachdem er bereits am Anfang der Woche zum neuen Kapitän bestimmt wurde, erhielt er im Training ein oranges Leibchen. Beim Trainingsspiel zweier Mannschaften durften beide Teams den Spielmacher als Anspielpartner nutzen.

Der 30-Jährige musste gegen im letzten Heimspiel gegen den SC Freiburg immer wieder bis ganz in die Abwehr laufen, um überhaupt Bälle zu bekommen. Die Formkrise des Holländers steht sinnbildlich für die Leistungen der letzten Wochen. Lediglich drei Vorlagen in der Rückrunde. Im Nationaldress traf der neue, alte Kapitän in der Länderspielpause, wie er wollte. Gegen die Mainzer wird er deutlich offensiver agieren und als hängende Spitze spielen.

Mainz mit mentalen Problemen

Das Team von Trainer Thomas Tuchel hatte in den letzten Wochen ein ganz ausschlagebenes Problem: Spiele in denen sie selbst Favorit sind. Die Mainzer träumten schon von Europa, holten aber dann gegen abstiegsbedrohte Vereine die entscheidenden Punkte nicht.

Gegen die TSG 1899 Hoffenheim, den Vfl Wolfsburg, Fortuna Düsseldorf, den FC Augsburg und Werder Bremen holten die Mainzer jeweils nur ein Unentschieden. Gegen den 1. FC Nürnberg setzte es am vergangenen Wochenende eine unglückliche 1:2-Niederlage. „Da hat sich schon etwas aufgestaut, was sich aber nicht in Frustration ausdrückt, sondern eher in einer Lust, jetzt etwas nachzuholen“, sagte Trainer Thomas Tuchel zur aktuellen Situation.

Personalsituation auf beiden Seiten entspannt

Die Mainzer können auf ihr gewohntes Stammpersonal zurückgreifen. Taktisch ist die junge Truppe zudem gut geschult. In den letzten acht Spielen lief die Mannschaft in fünf verschiedenen Systemen auf. Shawn Parker kehrt nach einer Zerrung im Hüftbeuger zurück ins Team und ist damit eine mögliche Alternative im Sturm, was auf ein System mit zwei Stürmern schließen könnte. Bereits letztes Wochenende kehrte der ehemalige Hamburger Maxim Choupo-Moting aufs Spielfeld zurück.

Bei den Hamburger kündigte Trainer Thorsten Fink indes an mit nur einem Stürmer, nämlich Arjoms Rudnevs zu spielen. Taktisch werden die Rothosen also in einem 4-2-3-1 System agieren. Möglicherweise wird auch Petr Jirácek zum ersten Mal seit dem achten Spieltag wieder in der Startelf stehen.

Jeffrey Bruma, der am Mittwoch in der U23 des HSV ausgeholfen hat und dort die gelbrote Karte kassierte, ist in der Bundesliga nicht gesperrt, da Sperren nur für die ersten drei Profiligen gelten. Die U23 spielt dagegen in der vierten Liga gegen den Abstieg. Der Italienier Jacopo Sala, der ebenfalls Spielpraxis in der U23 sammelte,  kehrt wohl in den Kader zurück.

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