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96 kann im Rennen um die Europa-League-Plätze erneut vor eigenem Publikum keinen Dreier einfahren. So ganz hat man die Hoffnung auf Donnerstagsspiele aber noch nicht aufgegeben.

Hannover. „Es ist ganz wichtig, dass wir viel investieren. Wir wollen oben dran bleiben“, hatte Mirko Slomka vor der Bundesliga-Partie gegen den VfB Stuttgart gesagt. Der Trainer von Hannover 96 will zum dritten Mal in Folge nach Europa - der Mannschaft merkte man den unbedingten Willen am Sonntag allerdings nicht an. Nach einem müden Kick stand gegen die Schwaben am Ende ein 0:0.

Aus zwei werden vier

Nun sind es wieder vier Punkte, die Hannover von den Europa-League-Rängen trennen - vor diesem Spieltag waren es derer zwei. Nach den Niederlagen des Hamburger SV und vom FSV Mainz 05 hätte man sich auf Platz acht vorschieben können. Eine Vorlage, die das Team mal wieder nicht nutzen konnte.

„Ein 0:0 ist kein Weltuntergang“, befand 96-Kapitän Steven Cherundolo nach 90 lahmen Minuten. Womit er wohl recht hat. Nur: Wer unbedingt nach Europa will, der darf nicht derart verhalten auftreten, wie es die Hannoveraner gegen Stuttgart taten. Zumal es schon beim letzten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt nur eine Nullnummer gab. Auch Cherundolo hatte sich sein Comeback nach mehrmonatiger Verletzungspause sicher schöner ausgemalt.

Ein kleiner Erfolg

„Ich bin ziemlich erschöpft“, so der Rückkehrer, der in der Rückrunde noch kein einziges Spiel absolvieren konnte. „Aber ich freue mich, wieder auf dem Platz zu stehen.“ Der 34-Jährige konnte auch dem Auftritt seines Teams letztlich noch was Positives abgewinnen: „Wir haben wieder kein Gegentor bekommen. Das ist ein kleiner Erfolg.“

Es ist in der Tat bemerkenswert, dass sich die zuvor löchrige 96-Abwehr in den letzten vier Spielen lediglich ein Tor fing. Allerdings haperte es woanders: „Wir können sicherlich besser Fußball spielen“, so Cherundolo. „Es ist uns nur teilweise und sporadisch gelungen, ein Kombinationsspiel aufzuziehen.“

Eine Ausnahme war die 59. Minute, in der der überraschend als Rechtsaußen aufgestellte Hiroki Sakai Mitspieler Sergio da Silva Pinto bediente, der aber nur das Außennetz traf. Sonst allerdings ging nicht wirklich viel - letztlich musste man sich bei Keeper Ron-Robert Zieler bedanken, der in der Schlussminute mit einer Glanzparade immerhin den einen Punkt gegen gefährlicher wirkende Stuttgarter rettete.

Diouf hofft noch

Auch Top-Torjäger Mame Diouf befand: „Die Dinge sind heute nicht so gelaufen, wie wir das wollten.“ Immerhin hat der Senegalese die Hoffnung auf die Europa League noch nicht aufgegeben: „Es sind noch sechs Spiele übrig - hoffentlich schaffen wir das noch.“

Dafür wird man sich aber spielerisch steigern müssen. „Uns fehlen die eingespielten Laufwege“, analysierte Cherundolo. „Das müssen wir uns im Training wieder erarbeiten.“ Der Routinier versprach: „Wir werden wieder unsere Tore schießen.“ Damit sollte man am besten schon am kommenden Freitag anfangen - dann ist 96 beim SC Freiburg zu Gast. Einem direkten Konkurrenten im Rennen um Europa.

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