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Markus Gisdol über 1899 Hoffenheim: „Es hat sich nicht viel nach vorn entwickelt“

Markus Gisdol über 1899 Hoffenheim: „Es hat sich nicht viel nach vorn entwickelt“

Bongarts

Seit seinem Abschied vor zwei Jahren erkennt Hoffenheims neuer Trainer Markus Gisdol in der Mannschaft kaum Fortschritte. Man möchte an alte Tugenden anknüpfen.

Sinsheim. Markus Gisdol ist nach zwei Jahren wieder zurück in Hoffenheim. Eine Weiterentwicklung bei der TSG konnte der neue Cheftrainer während seiner Abstinenz nicht feststellen. Mit ihm soll der Verein sich deshalb wieder auf die ursprüngliche Spielphilosophie besinnen.

Hoffenheim soll zur alten Stärke zurückfinden 

Noch vor wenigen Jahren erfrischte die TSG 1899 Hoffenheim noch mit dynamischem Offensivfußball und schnappte dem FC Bayern 2009 sogar die Herbstmeisterschaft vor der Nase weg. Mittlerweile aber herrscht im Kraichgau absolute Tristesse und die Mannschaft steht sieben Spieltage vor Schluss auf dem vorletzten Rang der Bundesliga-Tabelle – der Abstieg droht.

Der Verein reagierte am Dienstag und entließ mit einem Schlag Trainer Marco Kurz und Manager Andreas Müller. Mit der dritten Trainerentlassung in der laufenden Saison kehrt nun der ehemalige Hoffenheimer U23-Trainer Markus Gisdol nach einem fast zweijährigen Intermezzo bei Schalke 04 zur TSG zurück.

Gisdol nahm in seinen ersten Stunden als Cheftrainer gleich kein Blatt vor den Mund und erklärte vor versammelter Presse, dass sich seiner Meinung nach während seiner Abstinenz, „in Hoffenheim nicht viel nach vorn entwickelt“ hätte.

Mit dem 34-Jährigen soll sich das jetzt ändern, 1899 soll zur alten Stärke mit offensivem Fußball zurück finden. Das Erfolgsrezept der vergangenen Jahre kennt Gisdol dabei noch gut genug. „Die Hoffenheimer Spielphilosophie, die ja niedergeschrieben ist, habe ich nicht nur mit gestaltet, sie ist mir in Fleisch und Blut übergegangen“, unterstrich er.

„Haben noch eine realistische Chance"

Der Abstieg in die zweite Liga ist für ihn noch lange nicht besiegelt: „Wir haben noch eine realistische Chance.“ Vieles hänge davon ab, wie schnell seine Veränderungen greifen und er sich ein Bild von den Spielern machen könne.

Viel Zeit, um an den Stellschrauben zu drehen, bleibt für Gisdol vor dem ersten Härtetest aber nicht. Denn schon am Freitag empfängt Hoffenheim Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Die Rheinländer haben zwar neun Punkte mehr als 1899 auf dem Konto, stecken aber auch noch mitten im Abstiegskampf.

Gisdol will „alles umdrehen und prüfen“

Unabhängig vom Ausgang der aktuellen Saison kündigt der Trainer für die Zukunft an, „alles umdrehen und prüfen zu wollen“. Man müsse bei jedem Spieler überlegen, ob er „als Spielertyp und als Charakter zur TSG“ passe, wird Gisdol im Kicker zitiert.

Auch aus der Jugend sollen neue Spieler zur Mannschaft stoßen. „Wir haben jetzt viele tolle Talente, in jedem Jahrgang zwei, drei, die den Sprung schaffen können, das ist eine große Herausforderung für mich.“

Markus Gisdol war von 2009 bis 2011 Trainer der Hoffenheimer U23-Mannschaft, verließ das Kraichgau dann allerdings und folgte Ralf Rangnick als Co-Trainer zu Schalke 04. Auch unter Huub Stevens blieb er bis zu dessen Entlassung im vergangenen Jahr Assistenztrainer der Knappen.

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