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Fortuna Düsseldorf kehrt in den Abstiegskampf der Bundesliga zurück

Nach der Länderspielpause geht es in der Bundesliga weiter. Fortuna Düsseldorf trifft im „kleinen Derby“ auf die Werkself aus Leverkusen und will den dritten Sieg der Rückrunde.

Düsseldorf. Es geht auf den April zu, und das ist bekanntlich die Zeit, in der sich die Abstiegskandidaten der Bundesliga herauskristallisieren - Fortuna Düsseldorf gehört wieder dazu. In den Reihen der Fans gibt es immer mehr Zweifler, was den fast sicher geglaubten Klassenerhalt betrifft.

Vorstandsmitglied Thomas Allofs gehört nicht dazu. Er sagte gegenüber RP-Online: „Fortuna steigt definitiv nicht ab.“ Er ist mit der aktuellen Punkteausbeute zufrieden: „Wenn mir jemand am Anfang der Saison gesagt hätte, dass wir zu diesem Zeitpunkt mit 29 Punkten dastehen, hätte ich sofort unterschrieben.“ Zudem dürfe man „nicht in Schockstarre verfallen“: „Wir müssen weiter mutig unseren Weg gehen.“

Dabei sind die Sorgen der Anhänger nicht unbegründet: Der Tabellen-15. holte aus den vergangenen vier Spielen nur zwei Punkte, der bis dato letzte Sieg datiert vom 16. Februar und war ein knappes und nicht wirklich überzeugendes 1:0 gegen den Tabellenletzten Greuther Fürth.

Augsburg ist Dritter der Rückrunden-Tabelle

Und die Konkurrenz schläft nicht. Tabellennachbar FC Augsburg, dessen Rückstand auf Düsseldorf zwischenzeitlich neun Zähler betrug, liegt nur noch fünf Punkte hinter der Fortuna und in der Rückrundentabelle auf einem überragenden dritten Platz hinter dem FC Bayern und dem amtierenden Meister Borussia Dortmund.

DIE RÜCKRUNDENBILANZ
    S G U V T GT Pkt
Augsburg 9 4 3 2 11 9 15
Düsseldorf 9 2 2 5 12 14 8
Parallelen zur Vorsaison sind erkennbar: Damals konnte sich der FC Augsburg nach einer katastrophalen Hinrunde als Tabellen-17. in der Rückrunde noch auf den 14. Platz hocharbeiten. Die Augsburger treten am Samstag zuhause gegen die auswärts schwachen Hannoveraner an, welche zusätzlich den Ausfall der gesperrten Führungsspieler Mame Diouf und Sergio da Silva Pinto beklagen müssen. Gut möglich also, dass die Augsburger wieder punkten.

Die Fortuna empfängt den Tabellendritten Bayer Leverkusen und geht als Außenseiter ins Spiel, auch wenn es in letzter Zeit hier und da kriselte und brodelte im Inneren des Werksklubs. Immer wieder wurden Stimmen laut, die behaupteten, dass es einen Machtkampf zwischen dem Trainer-Duo Lewandowski/Hyypiä gebe. In Wahrheit ist es nur Lewandowskis Frage, ob er langfristig in dem stressigen Alltag der Bundesliga bestehen kann, die die Debatte ausgelöst hat.

Im Blick auf die Tabelle liegt das Team im Soll, doch Bayer profitiert zudem von den vielen Ausrutschern der Konkurrenz. Das Erreichen der Champions League ist in Gefahr, dabei wäre die Qualifikation sehr wichtig, um Leistungsträger wie Andre Schürrle sowie Sven Bender halten zu können und eine homogene Mannschaft für die kommenden Jahre zu formen.

Fortuna verfällt nicht in Panik

Die Düsseldorfer haben ganz andere Probleme. Doch Rechtsverteidiger Leon Balogun sagt im Gespräch mit Goal.com, man habe „alles in der eigenen Hand“ und verfalle „nicht in Panik“. Der Defensivspezialist erinnert daran, dass die Fortuna nur zwei Punkte weniger hat als zum gleichen Zeitpunkt in der Hinrunde, als die Mannschaft sehr gelobt wurde. Zudem äußert er sich zu den Spielen in München (2:3) und Wolfsburg (1:1), in denen man gute Leistungen abgeliefert habe.

Er meint: „Mit mehr Glück hätte man auch mehr als diesen einen Punkt in Wolfsburg holen können.“ Seine Mitspieler geben sich ebenfalls selbstbewusst. Torhüter Fabian Giefer sagte diese Woche der Bild, dass die Mannschaft schnellstmöglich die 40-Punkte-Grenze überschreiten wolle. Zu dieser magischen Marke fehlen dem Aufsteiger jedoch noch elf Punkte.

Hoffnung macht das Winterschnäppchen Mathis Bolly. Der flinke Norweger, ein Offensiv-Allrounder, wurde für 600.000 Euro verpflichtet und erzielte in drei Einsätzen schon zwei Tore – eines davon gegen den FC Bayern.


 
Die anstehenden beiden Spiele könnten vorentscheidend für den Ausgang der Saison werden. Am 28. Spieltag muss Fortuna im Freitagabendspiel bei 1899 Hoffenheim ran, für die Kraichgauer, die derzeit 17. sind, geht es dann schon fast um alles. Eine Woche später empfängt Düsseldorf den aktuellen Tabellen-14. Werder Bremen.

Es sind nervenaufreibende Wochen für den Klub, der sich trotz aller Sorgen an seiner ersten Bundesliga-Saison nach 15-jähriger Abstinenz erfreut – und nicht zurück ins Unterhaus abstürzen will. Leon Balogun versprüht Hoffnung. Er sagt: „Die Leistungen stimmen. Wir lassen uns nicht klein kriegen. Ich bin optimistisch, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“

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