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Der 40-Millionen-Euro-Mann gestand, ein Fan deutscher Musik zu sein. Außerdem plane er, bald ein Interview auf Deutsch zu geben, schließlich lerne er dafür täglich.

München. Bayern Münchens Javi Martinez outete sich in einem Interview als Fan deutscher Musik. Des Weiteren sprach er über seine Fortschritte beim Deutschlernen, Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland sowie seine Beinahe-Karriere als Torhüter.

Nur den Tiger versteht er nicht

In einem Interview mit der tz sagte der Spanier: „Ich liebe deutsche Musik! Sido ist super! Seeed finde ich auch top.“ Prinzipiell sei er natürlich auch ein Fan spanischer Musik, diese aber „ist bei uns in der Kabine nicht so gefragt.“

Der 24-Jährige passte sich jedoch nicht nur in dieser Hinsicht an die hiesige Kultur an – auch in puncto Sprache arbeitet er an sich. „Ich habe anderthalb Stunden pro Tag Unterricht. Gerade sehen wir uns Videos von Interviews meiner Mitspieler an, damit ich demnächst auch vor der Kamera auf Deutsch antworten kann. Aber ich bin gestern nicht zum Lernen gekommen, hoffentlich ist meine Lehrerin nicht allzu sauer“, erzählte er.

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So könne er mittlerweile alle Mitspieler verstehen, nur mit Assistenztrainer Hermann Gerland liefe es da noch nicht so rund: „Ihn verstehe ich nicht so gut.“ Mit einem Grinsen fügte er jedoch hinzu: „Meine Mitspieler meinen, dass sie ihn manchmal auch nicht verstehen. Das beruhigt mich.“

Die Leute hier sind respektvoller

Insgesamt fühlt sich der Sommer-Neuzugang in Deutschland pudelwohl. „München ist toll“, befand der 24-Jährige, auch wenn er im Vergleich zu Spanien ein wenig die Sonne vermisse. „Und manchmal auch einen schönen Teller Schinken auf einer Terrasse mit Meerblick. Das hat was“, schwärmte er. Dies solle jedoch nicht einer Beschwerde gleichkommen, weshalb der Spanier prompt ergänzte: „München ist großartig, es ist eben anders, als ich es gewohnt bin.“

Anders sei etwa das gegenseitig entgegengebrachte Vertrauen: „Die Leute vertrauen sich hier blind. Zum Beispiel die Zeitungsautomaten: Man vertraut darauf, dass die Leute Geld einwerfen, wenn sie sich eine Zeitung holen. In Spanien wäre das undenkbar.“

Auch die Lautstärke sei hier „komplett anders“, nannte er einen zweiten Unterschied und hatte auch sofort ein Beispiel parat: „Als ich mit Freunden auf der Straße unterwegs war, kam es mir so vor, als ob wir schreien würden. Die Leute hier sind leiser, respektvoller.“



Beinahe-Karriere als Torwart

Mit Blick auf die eigene Jugend verriet Martinez, dass er kein prominentes Idol hatte. Sein großer Bruder Alvaro Martinez sei sein Vorbild gewesen: „Er hat damals in der zweiten Liga gespielt, und ich dachte mir: So gut will auch einmal sein.“

Seinem großen Bruder habe er dabei einen Teil seiner Karriere zu verdanken, schließlich wollte der kleine Javi einst Torhüter werden. „Ich wollte schon immer Keeper sein. Meine Freunde meinten auch, dass ich dieses verrückte Torwartgen in mir hätte. Aber mein Bruder schloss mit mir eine Wette ab. Er sagte: Ich schieße jetzt zehn Elfmeter auf dich. Und wenn du einen hältst, darfst du weiter ins Tor. Er hat natürlich alle zehn gemacht“, berichtete er. Mit einem Lachen fügte er hinzu: „Vielleicht wäre ja auch ein Weltklassetorwart aus mir geworden.“

EURE MEINUNG: Hättet Ihr Martinez auch eine Profi-Karriere als Torhüter zugetraut?

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