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Wo liegt die Zukunft von Kevin de Bruyne und Andre Schürrle? Der Belgier wird Bremen wohl verlassen. Ersetzt er den deutschen Nationalspieler möglicherweise in Leverkusen?

Bremen/Leverkusen. Für die Fans von Werder Bremen gibt es derzeit nur wenige Gründe zur Freude. Im dritten Jahr hintereinander laufen die Hanseaten ihren Ansprüchen hinterher, anstatt um die Europapokal-Qualifikation mitzuspielen, steckt der Klub erneut mitten im Abstiegskampf – und stünde vermutlich noch schlechter da, wenn Kevin de Bruyne nicht das grün-weiße Trikot tragen würde.

Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler ist in der laufenden Saison Werders bester Mann. In 26 Bundesliga-Spielen spielte der junge Belgier 25 Mal 90 Minuten, nur einmal wurde er kurz vor Schluss ausgewechselt. Seine Bilanz: sechs Tore und acht Torvorlagen. Meist agiert de Bruyne im offensiven Mittelfeld, überzeugte aber zuletzt auch in zentraler Position und als Rechtsaußen.

Kurzum: Einen Mann wie ihn kann Werder in diesen unruhigen Zeiten gut gebrauchen. Dabei muss bezweifelt werden, dass de Bruyne noch lange an der Weser spielen wird. Der 1,81 Meter große Blondschopf ist nur von Chelsea London ausgeliehen, die Vereinbarung gilt bis zum kommenden Sommer. Was danach kommt, ist noch unklar. Als ausgeschlossen gilt, dass de Bruyne schon wieder zurück zu Chelsea wechseln wird, wo er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017 besitzt, ihm aber erst einmal das Reservistendasein drohen würde.

"Laufstark und technisch hervorragend"

Wahrscheinlicher ist, dass der Spieler die Möglichkeit wahr nimmt, in der kommenden Saison für einen Bundesliga-Klub in der Champions League zu spielen: Bayer Leverkusen. Wolfgang Holzhäuser, Geschäftsführer des Werksklubs, verkündete in der vergangenen Woche, de Bruyne sei „ein sehr interessanter Spieler, laufstark und technisch hervorragend.“

Mit diesen Eigenschaften würde der Mittelfeldmann perfekt in das Leverkusener Spiel passen, das von einer großen Laufintensität und schnellen Kombinationen geprägt ist. Dazu kommt: Ein Transfer von de Bruyne könnte ein immenses Problem lösen, vor dem die Bayer-Bosse stehen.

André Schürrle will in diesem Sommer die Gelegenheit wahrnehmen, zu Chelsea zu wechseln. Nachdem Bayer im Vorjahr ein 25-Millionen-Angebot für den Nationalspieler abgelehnt hatte, stehen der Spieler und der englische Top-Klub nach Informationen von Goal.com seit November wieder in Kontakt miteinander. In der Welt wurde Schürrle jüngst so zitiert: „Was im Sommer kommt, werden wir sehen. Über das Angebot eines Topklubs wie Chelsea London würde sich sicher jeder Bundesligaspieler zumindest einmal Gedanken machen. Das ist auch die Rückmeldung, die ich von meinen Kollegen bekomme.“

Wo ist die Alternative für Schürrle?

Schürrle, das machen nicht zuletzt derlei Aussagen deutlich, will Leverkusen verlassen und nach London wechseln. Er wird sich wohl nicht noch einmal klaglos damit abfinden, falls Bayer erneut sein Veto einlegt. Zuletzt erklärten Holzhäuser und Sportdirektor Rudi Völler, man könne Schürrle nicht abgeben, da die Alternative fehle.

Diese könnte nun ausgerechnet ein Spieler von Chelsea London sein. Spekuliert wird, dass es zu einem Tausch von Schürrle und de Bruyne kommen könnte, und Leverkusen zusätzlich einige Millionen kassiert. Werder Bremen jedenfalls spielt in den möglichen Szenarien für die kommende Saison nur eine winzige Rolle, ein Spieler mit der Qualität von de Bruyne wird alles daran setzen, künftig nicht nur mit der Nationalmannschaft – wo er zuletzt meist überzeugte -, sondern auch mit seiner Vereinsmannschaft international zu spielen. Daran ändern auch die Aussagen seines Beraters nichts, der jüngst höflich verkündete, Werder sei "immer noch ein großer Klub in Europa".

Die Aussagen von Werders Manager Thomas Eichin klingen jedenfalls alles andere als optimistisch. Er sagte: „Natürlich sind auch viele andere Clubs an ihm interessiert. Wenn Bayer Leverkusen dazuzählt, müssen wir uns nichts vormachen – dann hat Leverkusen die besseren Karten. Sie spielen international.“

Davon ist Werder derzeit meilenweit entfernt.

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