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Der ehemalige deutsche Nationalspieler kann den Zuwachs an Japanern in der Bundesliga gut nachvollziehen. Er sieht jedoch auch mögliche Schwierigkeiten bei der Anpassung.

Wolfsburg. Pierre Littbarski war vor seiner Zeit beim VfL Wolfsburg als Spieler und Trainer in Japan beschäftigt und kann gut verstehen, dass japanische Spieler immer häufiger in die Bundesliga geholt werden.

„Ich bin der Meinung, dass der augenblicklich im Fußball erforderliche Spielstil den Japanern sehr gut zu Gesicht steht. Das Spiel zwischen den Linien kommt ihnen sehr entgegen, da sie sehr beweglich sind, auf engstem Raum agieren können und eine sehr gute Technik haben“, erklärte der 52-Jährige im Interview mit bundesliga.de.

Durch die in der japanischen Kultur verwurzelte Arbeitsmoral seien die Spieler bei einem Wechsel ins Ausland immer gut vorbereitet. „Dazu kommt ein sehr großes Engagement und ein Hang dazu, alles perfekt machen zu wollen. Und sie sind sehr trainingsfleißig und diszipliniert“, lobte Littbarski.

Schwierigkeiten in einer schlechten Phase

Diese Eigenheiten könnten jedoch gleichzeitig zu Schwierigkeiten führen, wenn ein japanischer Spieler eine schlechte Phase hat: „Das versuchen sie dann durch noch mehr Einsatz im Training wettzumachen. Und wenn der Spieler auch dann nicht weiterkommt, kann es für ihn schon sehr deprimierend sein.“

Trotzdem versteht Littbarski den regen Zulauf an japanischen Spielern in der Bundesliga. „Wenn man einen Japaner holt, muss man ihn adäquat einsetzen, damit er nicht an sich zweifelt. Wenn es passt, ist ein japanischer Profi aber immer eine Verstärkung“, resümierte der Ex-Nationalspieler, der beim VfL Wolfsburg für die Spielerbeobachtung zuständig ist.

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