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Nach seinen Vorwürfen in einem Interview mit einem Nachrichtenmagazin, hat der frühere FIFA-Schiedsrichter Babak Rafati seine Vorwürfe erneut bekräftigt.

Berlin. Der frühere Bundesliga-Referee Babak Rafati hat seine Angriffe gegen Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel und Hellmut Krug am Donnerstagabend (23.15 Uhr) in der ARD-Sendung Beckmann verteidigt. „Das sind keine Vorwürfe. Sondern ich habe alles, was ich erlebt habe, im Detail beschrieben“, sagte der 42-Jährige: „Man hat mich systematisch gemobbt.“

Keine Unterstützung von Fandel und Krug

Rafati hatte zuletzt in einem stern-Interview kritisiert, dass er von Fandel „absolut keine Rückendeckung“ bekommen habe. Außerdem sprach er von „Herabwürdigungen“ und „persönlichen Verletzungen“. Dazu hätten ihn Fandel und Krug, Vertreter des Ligaverbandes in der Schiedsrichter-Kommission, wie die übrigen Verantwortlichen im Schiedsrichterwesen nach seinem Suizidversuch am 19. November 2011 in einem Kölner Hotel nicht unterstützt.

Einen Schuldigen für seine Tat sucht Rafati nicht. „Ich sehe niemanden als Täter und mich selbst als Opfer. Darum geht es mir gar nicht. Mir geht es einfach darum, diese Missstände in diesem Bereich aufzudecken“, sagte der frühere FIFA-Schiedsrichter: „Was in dieser Nacht passiert ist, muss ich mir ganz allein zuschreiben. Diese Tat wollte ich mir antun - und niemand anders.“

Rafati will wachrütteln

Seine Abrechnung mit Fandel („Unerbittlichkeit und Kälte“), die in dieser Woche für reichlich Wirbel gesorgt hatte, bereut Rafati nicht. Er wolle zeigen, „was passieren kann, wenn man mit Menschen wie mir so umgeht“, sagte er, zeigte aber auch Verständnis für die Situation der Kritisierten. „Ich kann mir das natürlich gut vorstellen, dass das für alle Beteiligten nicht schön ist. Aber es ist wichtig, für mich und genauso für die beteiligten Personen, mal in sich zu gehen und zu hinterfragen, was da passiert ist.“

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