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Mario Gomez muss sich in dieser Saison sowohl beim FC Bayern München als auch in der DFB-Elf hinten anstellen. Aber er weiß, was er kann, und bezeichnet sich als „Killer“ im Sturm.

Frankfurt/Main. Mario Gomez ist der einzige nominelle Stürmer im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft für das WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan. Und trotzdem könnte sich der Torjäger des FC Bayern München auf der Bank wiederfinden, falls Bundestrainer Joachim Löw auf ein Spielsystem ohne echte Spitze setzt. In einem Interview mit der tz erklärte der 27-Jährige, warum er nicht gesetzt ist und vergleicht sich indirekt mit Lionel Messi.

„Jede Mannschaft braucht einen Killer“

„Das hat nichts mit meiner Person zu tun. Das ist der Lauf der Zeit. Es gibt nun mal jetzt die Diskussion. Barcelona hat das vorgemacht“, sagte Gomez und fügte an: „Wobei das nicht stimmt, dass Barca ohne Mittelstürmer spielt. Lionel Messi ist ein brutaler Mittelstürmer. Kein falscher, sondern ein richtiger Neuner und zugleich auch noch Spielmacher. Jede Mannschaft braucht so einen Killer.“

Ebenso wie Barca mit Messi, habe aber auch die deutsche Nationalmannschaft Spieler, die dem argentinischen Ausnahmestürmer ähnlich sind. „Mario Götze, Marco Reus oder Mesut Özil. Alles kleine, quirlige Spieler, die zwar auch Tore schießen, aber nicht 70 in einer Saison“, so Gomez. „Es geht darum, dass es in Topspielen nur wenige Chancen gibt. Dafür brauchst du einen Stürmer, der den unbedingten Willen hat, das Tor zu erzielen.“

Gomez selbst sieht sich als den Angreifer mit unbedingtem Willen zum Torerfolg, als eben jenen „Killer“, wie es seiner Meinung nach auch Messi ist. „Ja, ich bin ein Torjäger“, bestätigte er.

„Bin immer noch sehr, sehr gefragt“

Dass er sowohl bei Bayern als auch in der Nationalmannschaft trotzdem nicht als unumstrittene Stammkraft gilt und deshalb immer wieder Zweifel an seiner Person aufkommen, nimmt er gelassen: „Ich spüre extrem viel Vertrauen von meinen Trainern. Das ist alles, was mich interessiert - und nicht die öffentliche Diskussion. Dass ich mich immer wieder rechtfertigen muss, das kommt ja nicht von den Trainern. Ich weiß, was meine Trainer von mir halten.“

Auch ob Bayerns Neu-Trainer Pep Guardiola mit ihm plant, interessiere ihn derzeit nicht. „Das ist doch im April nicht wichtig“, sagte Gomez.

Falls er sich entscheiden müsste, doch noch zu wechseln, „brauche ich dann genau einen Tag. Aber so weit will ich gar nicht denken.“ Schließlich habe er „keine Existenzängste“ und wisse auch, „dass ich schon noch sehr, sehr gefragt bin“.

 

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