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Der Düsseldorfer Manager hält den großen Vereinen vor, Spieler entgegen der Statuten anzusprechen und so das System zu unterminieren.

Düsseldorf. Manager Wolf Werner vom Bundesligisten Fortuna Düsseldorf hat die Abwerbungsversuche großer Vereine auf dem Spielermarkt kritisiert. Mit seinem Mönchengladbacher Amtskollegen Max Eberl hat er sich bezüglich der Wechselgerüchte um Fortuna-Spieler Robbie Kruse ausgesprochen.

Werner sieht Hauptschuld nicht bei den Beratern

Im Interview mit der Bild sprach der 70-Jährige über die Gepflogenheiten auf dem Transfermarkt. Anders als Freiburgs Trainer Christian Streich machte Werner jedoch nicht die Berater als Triebfeder der meisten Abwerbungsversuche aus: „Für die breche ich mal eine Lanze. Sie sind es nicht, es sind die anderen Klubs, die so vorgehen.“

Fortuna-Manager klagt Großvereine an

„Sie gehen einfach an unsere Spieler, die langfristige Verträge haben, ohne uns zu informieren. Das ist ein klarer Bruch der Liga-Statuten“, sagte der Manager. Werner kritisierte insbesondere das Vorgehen der großen Vereine, die international ständig das Financial-Fair-Play einfordern, sich aber selber „nicht an das einfach Fair Play und die Statuten“ halten würden.

Die Liga-Richtlinien sehen vor, dass interessierte Vereine zunächst den Arbeitgeber eines Spielers kontaktieren müssen, sofern dieser noch länger als ein Jahr vertraglich gebunden ist.

Aussprache mit Eberl – Kein Gladbacher Interesse an Kruse

Wegen Fortuna-Spieler Robbie Kruse, der zuletzt mit Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht wurde, hat sich Werner mittlerweile mit seinem Amtskollegen Max Eberl ausgesprochen: „Er hat mir das mit Robbie Kruse mitgeteilt. Da ich Max für einen Ehrenmann halte, heißt das für mich, dass Gladbach kein Interesse an ihm hat.“

Kruse-Verbleib eine Frage des Geldes

Zugleich räumte Werner ein, dass man den Düsseldorfer Topscorer (vier Tore, sieben Vorlagen) wohl ziehen lässt, wenn die Höhe der Ablösesumme stimmt: „Wir sind auf Verträge mit Ausstiegsklauseln angewiesen, weil wir nicht so hohe Gehälter zahlen können.“

Allerdings zeigte er sich verstimmt über die Wahrnehmung von Ausstiegsklauseln in der Öffentlichkeit: Vereine wie Dortmund würden gelobt, wenn sie Shinji Kagawa für 350.000 Euro kaufen und per Ausstiegsklausel für 17 Millionen Euro verkaufen würden, so Werner. Bei kleineren Vereinen hieße es dagegen immer „wie können die solche Ausstiegsklauseln machen mit so viel Ablöse, der hat doch nur noch ein Jahr Vertrag.“

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