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Uli Hoeneß fing im Alter von 27 Jahren im Managment des FC Bayern München an. Für die Zukunft kann er sich Neuer, Müller oder Lahm als Funktionäre bei seinem Verein vorstellen.

München. Wenn der FC Bayern München erfolgreich ist und gut spielt, hält sich Uli Hoeneß im Hintergrund. Wenn nicht, platzt es schon einmal aus dem Präsidenten heraus – so wie vergangene Woche nach der Niederlage gegen den FC Arsenal.

Nun hat sich Hoeneß wieder beruhigt und sprach in einem Interview mit dem Kicker über den kommenden Champions-League-Gegner, den neuen Trainer Pep Guardiola, Financial Fairplay, die Zukunft von Arjen Robben und FIFA-Präsident Joseph Blatter.

„Ich wollte Borussia Dortmund in dieser Wettbewerbsphase vermeiden. Alle anderen Gegner sind mir egal. Du musst jeden schlagen, wenn du ins Finale willst“, sagte Hoeneß über den kommenden Champions-League-Viertelfinal-Gegner Juventus Turin. 

Lahm, Müller oder Neuer zukünftige Manager des FCB?

Das Modell, dass mit Karl-Heinz Rummenigge, Franz Beckenbauer oder ihm selbst ehemalige Spieler des FC Bayern die verantwortlichen Ämter im Klub bekleiden, sieht der 61-Jährige auch als Option für die Zukunft. Drei seiner Akteure hat Hoeneß dafür schon ins Auge gefasst: „Philipp Lahm oder Thomas Müller kannst du in fünf, zehn Jahren in eine Position im Klub hieven. Oder Manuel Neuer. Er kann in zehn Jahren Manager werden, das garantiere ich.“

Einer, der momentan nicht wie gewünscht zum Zuge kommt, ist dagegen Arjen Robben. Einen möglichen Abschied des Holländers, wie es auch jüngst Ex-Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld prophezeite, wies Hoeneß vehement zurück: „Nein. Er spielt eine gute Saison und wird künftig eine wichtige Rolle bei uns haben, wenn er gesund bleibt. Er war immer ein Individualist und wird nie jeden Ball zum Mitspieler geben. Das ist seine Stärke.“

„Jeder wollte Guardiola verpflichten“

Eine Investition in die Zukunft war die Verpflichtung von Pep Guardiola. „Diese Chance gab es nur zu diesem Zeitpunkt, sonst wäre er zu Chelsea oder Manchester City gegangen“, erklärte Hoeneß. „Wäre Heynckes zehn Jahre jünger, hätte es keine Diskussion über ihn gegeben. Als wir uns für Guardiola entschieden, hatten wir die Chance, den 41-jährigen Guardiola zu bekommen. Jeder wollte ihn.“

Dass es für den spanischen Erfolgscoach ungemütlich werden könnte, weil er die Geschicke des Vereins im Gegensatz zu seiner Zeit beim FC Barcelona nicht allein in der Hand hält, glaubt Hoeneß nicht. „Ich spreche nur, wenn wir verlieren. Es ist ganz leicht für Pep: Er muss nur alle Spiele gewinnen, dann sagt keiner ein Wort“, erklärte er ironisch und fügte an: „Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass er sich sehr wohlfühlen wird in unserem Klub.“

„Und seine Ansprechpartner in Sachen Fußball sind Karl-Heinz Rummenigge und ich. Franz Beckenbauers Einfluss ist absolut null. Ich garantiere, dass Pep keine Probleme mit uns haben wird, denn wir liegen auf einer Wellenlänge.“

Philosophie von Barcelona ähnlich

Entscheidend dafür, dass Guardiola nach München kommt, war demnach „unsere Philosophie, die der des FC Barcelona sehr nahekommt. Er sagte: Es war eine tolle Zeit bei Barcelona, aber ich kann nicht zurückkehren.“ Deshalb sei es, so Hoeneß, auch nicht so schwierig gewesen „ihn zu begeistern“.

Im Gegenzug hält der Bayern-Präsident auch das Interesse spanischer Vereine an den deutschen Trainern für durchaus nachvollziehbar. „Klopp oder auch Jupp Heynckes wären absolut geeignet, Barcelona oder Real Madrid zu trainieren“, sagte er und lobte: „Beide können jeden Klub der Welt übernehmen.“

Dass sich der Erfolg beim FC Bayern mit der jetzigen Spielergeneration und den geschaffenen Strukturen auch weiterhin einstellt, daran hat Hoeneß keinen Zweifel. Zudem sieht er auch die Bundesliga auf dem Vormarsch: „Prinzipiell haben wir sehr gute Perspektiven. Wenn Platini das Financial Fairplay ernst nimmt, haben wir, Dortmund und ein paar deutsche Klubs eine goldene Zukunft.“

 Financial Fairplay wird über Zukunft entscheiden

Der FC Malaga wurde bereits sanktioniert und für nächste Saison aus dem internationalen Wettbewerb ausgeschlossen. Das sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber „ich hoffe, es wird auch mal ein Großer gekillt, nicht nur die Kleinen.“

Deshalb hofft Hoeneß, dass sich das Financial Fairplay auf Dauer durchsetzt: „Vor zwei Wochen war Platini in München, ich fragte ihn 100.000-mal nach dem Financial Fairplay, er sagte: Mach dir keine Sorgen, Uli! Ich sagte: Ich nehme dich beim Wort.“

Auch zur Ankündigung von FIFA-Präsident Joseph Blatter, sein Amt 2015 möglicherweise zu räumen, äußerte sich Hoeneß: „Das ist eine der besten Botschaften, die er in den letzten drei Jahren in die Welt sandte. Ich kann nicht immer sagen: Es sind die anderen. Er ist der Kopf.“ Platini könnte demnach die Nachfolge antreten. „Aber es wird hart für ihn“, so der Bayern-Macher weiter.

 

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