thumbnail Hallo,

Luuk de Jong kommt bei Borussia Mönchengladbach immer besser in Fahrt. Beim 1:0 gegen Hannover 96 war der Millionen-Einkauf erneut Matchwinner.

Mönchengladbach. Bei Borussia Mönchengladbach der Held des Tages, in der Familie nur die Nummer zwei: Zumindest das Duell mit seinem Bruder Siem de Jong verlor Luuk de Jong am Sonntag. Gleich zwei Treffer gelangen dem Stürmer von Ajax Amsterdam beim 3:2 gegen Alkmaar, der „kleine Luuk“ konnte da nicht ganz mithalten. Und doch war sein goldenes Tor beim 1:0 (1:0) gegen Hannover 96 nicht nur für die Borussia ein Befreiungsschlag, sondern auch für den Millionen-Einkauf aus den Niederlanden.

„Ich bin froh, dass es bei mir so gut läuft. Wenn du Stürmer bist, musst du Tore schießen“, sagte de Jong nach dem Big Point, der Borussia vom erneuten Einzug in den Europapokal träumen lässt. Zwölf Millionen Euro hatte der fünfmalige Meister zu Saisonbeginn an Twente Enschede überwiesen, so viel wie nie zuvor für einen Spieler. So langsam macht sich der Transfer bezahlt: Fünf Tore hat der 20-Jährige jetzt auf dem Konto, drei davon in der Rückrunde, darunter der 1:0-Siegtreffer vor zwei Wochen in Frankfurt.

Immer mehr wie Reus?

Mit dem Turbo-Tor gegen Hannover weckte de Jong sogar Erinnerungen an seinen prominenten Vorgänger. In bester Marco-Reus-Manier sprintete der Stürmer durch die gegnerische Abwehr in Schussposition, erhielt den Ball mit einem Zuckerpass von Patrick Herrmann zurück und vollendete eiskalt.

„Das war stark. Als wir Marco verloren haben, haben wir Tore und Assists verloren. Luuk de Jong kann Tore machen, aber auch den tödlichen Ball spielen“, sagte Sportdirektor Max Eberl: „Es ist schön, dass es jetzt funktioniert.“

Und doch ist de Jong ein ganz anderer Spielertyp als Reus. Besonders in der Luft hat der in der Schweiz geborene 1,88-Meter-Mann seine Stärken, bei flachen Anspielen verspringt dagegen gerne mal der Ball. Immerhin: An der Seite der technisch starken Herrmann und Amin Younes hat de Jong an Sicherheit gewonnen. „Amin hat eine tolle Technik, es macht Spaß mit ihm“, sagt de Jong. „Phantasie“ habe die aktuelle Borussia, findet Eberl: „Und vorne haben wir einen Vollstrecker. Die Mischung stimmt.“

Europa und die Nationalmannschaft: Zwei verlockende Perspektiven

Die Belohnung ist Platz sieben in der Tabelle und der angenehme Blick nach oben: Nur ein Punkt fehlt auf Rang vier, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Nach der alten Zwei-Punkte-Regel wäre die Borussia sogar schon jetzt Vierter. „Europa wäre schön. Für den Verein, für die Fans, für alle“, sagt de Jong: „Dafür arbeiten und kämpfen wir jeden Tag.“

Internationale Luft schnuppern darf Luuk de Jong indes schon am Donnerstag mit der niederländischen U21 in Israel. Einziger Wermutstropfen: Auch im Oranje-Trikot hat Bruder Siem derzeit die Nase vorn. Der 24-Jährige steht im Aufgebot von Bondscoach Louis van Gaal für das WM-Qualifikationsspiel am Freitag gegen Estland.

EURE MEINUNG: Startet de Jong jetzt richtig durch?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig