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Handshake an der Leine: Hannovers Rückkehr zur Normalität

Nach der Beseitigung der öffentlich diskutierten Probleme zwischen Mirko Slomka und Jörg Schmadtke will sich Hannover 96 wieder auf das Sportliche konzentrieren.

Hannover. Ein lange vermisster Zuschauer beim Training, Liebesbekundungen vom umworbenen Torjäger und die kürzeste Pressekonferenz der Saison: Nach turbulenten Wochen ist beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96 wieder die gewohnte Ruhe eingekehrt. Zum großen Glück fehlt an der Leine nur noch das Ende der Negativserie auf fremden Platz.

Jede Menge Schlagzeilen - Handshake beendet Gerüchte

„Die Devise ist klar, wir müssen in Mönchengladbach mutig auftreten und dort gegen einen direkten Konkurrenten möglichst einen Dreier holen“, sagte Trainer Mirko Slomka bei der gerade einmal vierminütigen Pressekonferenz vor dem Duell gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag.

Seit Ende Februar hatte der Europa-League-Aspirant jede Menge Schlagzeilen produziert, doch am Ende der Woche waren die Themen vorerst ausdiskutiert. Mit seinem genauso überraschenden wie medienwirksamen Auftritt am Dienstag hatte Geschäftsführer Jörg Schmadtke den Beobachtern den Gesprächsstoff geraubt.

Plötzlich war er da. Gut gelaunt und mit dicker Winterjacke marschierte Schmadtke während des Trainings auf Slomka zu und streckte ihm demonstrativ die Hand entgegen. Zuvor hatten sich die Spekulationen trotz aller Widersprüche in den Blättern gehalten. Ist die schwierige Beziehung zwischen Sportdirektor und Cheftrainer weiter abgekühlt? Kann Präsident Martin Kind das Erfolgsduo wieder in die Spur bringen? Steht Schmadtke womöglich vor dem Abflug?

Die vielen Fragen nervten die beiden Charakterköpfe nur noch, „was macht ihr mit mir?“, fragte der 48 Jahre alte Sportchef. Auch Slomka hatte die Diskussionen als „völlig ungerechtfertigt“ abgetan, mit dem vielbeachteten Handshake am Dienstag endeten die Gerüchte.

Die Zweck-Ehe der beiden sportlichen Führungsfiguren war aber nicht das einzige schlagzeilenträchtige Thema rund um den Tabellenzehnten. Denn auch Mame Diouf, der umworbene Torjäger der Niedersachsen, ließ an der Leine keine Langeweile aufkommen. Seit seiner Verpflichtung im Frühjahr 2012 drehte der Senegalese bereits 25-mal zum Torjubel ab - und machte mit seiner Quote unter anderem Dortmunds Trainer Jürgen Klopp auf sich aufmerksam. Der Vertrag des 25 Jahre alten Stürmers läuft noch bis 2014, Hannover will unbedingt vorzeitig verlängern. Bisher ohne Erfolg.

„Ich hoffe es - let's go 96!“, sagte der umworbene Angreifer nun auf die Frage, ob er auch über den Sommer hinaus in Hannover spielen werde. Zwar hat Diouf keine Eile, seinen Kontrakt zu verlängern. Aber immerhin beschwichtigte der Stürmer: „Ich habe einen Vertrag und bin glücklich, es ist großartig hier.“ Bei den „Roten“ lebt die Hoffnung weiter, dass Diouf noch länger in Niedersachsen bleibt.

Zwei Nebenschauplätze hat Hannover 96 damit erst einmal geschlossen. Bleibt noch die eklatante Auswärtsschwäche von sieben Spielen ohne Bundesliga-Sieg, die es in Gladbach zu bekämpfen gilt. Gegen einen Gegner, der Slomkas Elf am neunten Spieltag eine bittere Niederlage zufügte. "Das hat damals richtig gesessen", erinnert sich der 45 Jahre alte Trainer an das 2:3 in der Hinrunde. Hannover hatte im Herbst eine Zwei-Tore-Führung fahrlässig aus der Hand gegeben.

Sollten die Niedersachsen am Sonntag zumindest einen Punkt holen, knacken sie als 16. Verein in der ewigen Tabelle der Bundesliga die 1000-Punkte-Marke.

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