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Ottmar Hitzfeld hat Verständnis für Jupp Heynckes' Entscheidung geäußert, nicht in den Beirat des FC Bayern wechseln zu wollen. Allerdings werde seine Arbeit durchaus geschätzt.

München. Ex-Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld hat Verständnis dafür geäußert, dass Jupp Heynckes ab der kommenden Saison nicht in den Beirat des FC Bayern Münchenwechseln will. Allerdings erhalte der 67-Jährige in München seiner Meinung nach nicht zu wenig Wertschätzung.

Hitzfeld, der Ende der 90er selbst kurzzeitig als Sportdirektor bei Borussia Dortmund arbeitete, erklärte in einem Interview mit der "AZ": „Wenn man immer mit Leib und Seele Trainer war und damit in der Verantwortung stand, dann ist man das so gewohnt. Man möchte direkten Einfluss haben und Entscheidungen treffen."

An seine eigene Zeit als Sportdirektor erinnert sich Hitzfeld mit gemischten Gefühlen: „Das war nicht gerade die Erfüllung eines Traums. Wenn man Trainer war, ist das schwierig, sich umzustellen und da umzudenken. Das würde auch Jupp in seiner Situation ab Sommer nicht ausfüllen."

Zuvor hatte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erklärt, dass man Heynckes nach seiner Zeit als Bayern-Trainer einen Posten im Verwaltungsbeirat des Vereins anbieten werde.

Heynckes hatte daraufhin bei "Liga Total" verärgert reagiert: „Das überrascht mich. Es wäre besser gewesen, wenn er erst mal mit mir gesprochen hätte. Ich werde nach der Saison äußern, was ich zukünftig machen werde."

Wertschätzung ist da

Hitzfeld betonte, es sei „schwierig, sich umzustellen und da umzudenken. Das würde auch Jupp in seiner Situation ab Sommer nicht ausfüllen."

Allerdings sieht der 64-Jährige die Arbeit von Heynckes durchaus gewürdigt: „Die Wertschätzung ist da, alle im Verein loben Heynckes dezidiert. Bayern ist dabei, alle Rekorde zu brechen, daher wäre alles andere ja anormal."

Seinen eigenen Abschied von den Münchnern 2008 bewertet Hitzfeld im Rückblick positiv: „Für mich war das eine gute Entscheidung, den Abschied ein halbes Jahr vorher bekannt zu geben - auch wenn der Druck dann noch größer war, alles richtig zu machen. Aber wir haben das Double geholt und sind uns alle beim Abschied in den Armen gelegen, mir kamen sogar die Tränen."

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