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Bayerns Luiz Gustavo: Brauche den Spielrhythmus

Luiz Gustavo will bei den Bayern immer spielen, versteht aber auch, warum Trainer Jupp Heynckes rotiert. Das Ziel des Brasilianers ist die Teilnahme an der WM.

München. In einem Interview hat sich Luiz Gustavo zu seiner aktuellen Rolle beim FC Bayern München geäußert. Der Brasilianer kann mit der Rotation gut leben, hofft aber, nach überstandener Verletzung wieder häufiger zum Einsatz zu kommen. Sein Ziel bleibt die Weltmeisterschaft 2014 im eigenen Land.

„Es ist immer schwierig, wenn man lange nicht gespielt hat. Man braucht den Spielrhythmus einfach. Wenn man nicht regelmäßig spielt, macht man Fehler. Und ich hatte gegen Düsseldorf einige Fehler in meinem Spiel“, gab sich der 25-Jährige in einem Interview mit Eurosport selbstkritisch. „Natürlich hoffe ich, dass ich jetzt wieder mehr spiele und dadurch meinen Rhythmus wiederfinde.“

In der Anfangsphase der Saison war Gustavo im zentralen Mittelfeld der Münchner noch gesetzt, aber eine Muskelverletzung sowie eine Leistenoperation verdammten ihn dann fast zwei Monate lang zum Zuschauen.

Lob für Konkurrenten

Nach seiner Verletzung habe er dann auch mehr trainiert, um wieder in die Mannschaft zu kommen: „Ich habe Fitness- und Krafttraining gemacht und Extra-Einheiten nur für mich absolviert.“
Seinen Stammplatz hat der Brasilianer inzwischen an Neuzugang Javi Martinez verloren. Gustavo gibt sich aber kollegial: „Javi hat seine Chance verdient, er hat das bisher sehr gut gemacht - Bastian sowieso, er ist Stammspieler.“

Trotzdem will er zurück in die Startelf: „Ich war vorher auch Stammspieler, habe mich dann aber leider verletzt. Jetzt will ich so schnell wie möglich wieder bei 100 Prozent sein. Für mich ist die Situation, so wie sie ist, nichts Besonderes.“

„Spezieller Druck“ ist wichtig

Ohnehin könne jeder „sehen, dass es egal ist, ob Javi spielt oder ich. Die Mannschaft ist so oder so fast das Gleiche. Am Ende entscheidet der Trainer und wir müssen das akzeptieren. Aber klar ist doch auch, dass ich immer spielen will.“
Am Mittwoch gegen den FC Arsenal wird Gustavo zum Einsatz kommen, denn Bastian Schweinsteiger fehlt gelbgesperrt. „Vom Stellenwert ist das Spiel genauso wichtig wie alle anderen. Das Niveau ist höher. Nach meiner Verletzung wird es für mich das erste Champions-League-Spiel von Anfang an. Diesen speziellen Druck endlich wieder erleben zu können ist gut“, betont der Mittelfeldspieler.

Mit Dante zur WM?

Langfristig ist für den Brasilianer nach wie vor die WM im eigenen Land das Ziel. Für die kommenden Länderspiele Ende März wurde er von Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari genauso wie Vereinskollege Dante nominiert.

Für Gustavo ist die Berufung die Bestätigung seiner Leistung: „Man muss immer positiv sein. Ich habe letztes Jahr bereits eine sehr gute Saison gespielt. Und auch dieses Jahr habe ich sehr gut angefangen. Leider kam dann die Verletzungspause dazwischen. Aber jetzt bin ich wieder da und will diese Chance nutzen.“
So soll es im nächsten Jahr auch für die WM reichen: „Im Jahr 2014 ist die Weltmeisterschaft in meiner Heimat Brasilien. Da will ich unbedingt dabei sein.“


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