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Bayerns Abwehrchef Dante hat in München große Pläne und gewährt Einblicke in seinen Führungsstil. Für die Dortmunder Plagiatsvorwürfe hat er einen Kompromiss parat.

München. Innenverteidiger Dante vom FC Bayern hat in einem Interview seine Sichtweise auf die Dortmunder Plagiatsvorwürfe dargestellt. In München hat der Brasilianer noch viel vor, für Trainer Jupp Heynckes soll es eine titelreiche Saison zum Abschied geben.

BVB-Sieg war „wichtig für den Kopf“

„Kopieren? So würde ich das nicht bezeichnen“, stellte Dante im Interview mit der Sport Bild klar und erklärte weiter: „Eine große Mannschaft wird sich immer weiterentwickeln. Dafür kann man immer von anderen Teams etwas lernen. Von Barcelona, von Real Madrid, aber auch von Dortmund - sie haben schließlich die vergangenen zwei Jahre gut gespielt. Wir lernen, aber wir kopieren nicht.“

Der 1:0-Sieg gegen den BVB im DFB-Pokal-Viertelfinale sei „wichtig für den Kopf“ gewesen, allerdings zählen am Ende „nur die Titel, sonst nichts.“ „Wir dürfen nie Zufriedenheit zeigen, bis wir die Titel in der Hand halten“, forderte der 29-Jährige.

Geheimnis: Alle verteidigen

Im Sommer war Dante für 4,7 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern gewechselt und ist jetzt Teil der historisch besten Defensive der Liga.

Für den Innenverteidiger ein Verdienst der ganzen Mannschaft: „Wir haben alle Weltklasse-Spieler. Aber alle nehmen ihr Ego zurück: Jeder läuft für jeden, es ist egal, wer ein Tor schießt. Wir kassieren wenige Tore, weil auch Ribery, Robben, Müller, alle nach hinten arbeiten.“

Bereits 34 Pflichtspiele absolvierte der Linksfuß in der laufenden Saison für die Münchner, schnell wurde er der Abwehrchef der Münchner. „Auf dem Platz bin ich in meinem Element, dort rede ich am liebsten und bin gerne ein Anführer. Ich kann viele Dinge lesen, auch dank meiner Erfahrung“, sagte der Brasilianer.

Dabei gehe es ihm nicht darum, andere herumzukommandieren: „Ich will meinen Kollegen helfen. Wenn einer einen Fehler macht, bringt es nichts, ihn anzubrüllen. Da will ich ihn lieber motivieren. Ich habe das Gefühl, dass ich meinen Mitspielern helfe. Das macht mir Spaß.“

Weniger Blabla, mehr Leistung

Vom Triple will Dante indes noch nicht sprechen. „Es geht nur in kleinen Schritten, wir haben noch gar nichts gewonnen“, betonte er und verwies auf ein mahnendes Beispiel: „Von Barcelona hieß es auch, dass sie die beste Mannschaft sind, dass sie alles holen. Jetzt sind sie aus dem Pokal ausgeschieden, in der Champions League wird es nach dem 0:2 in Milan schwer. Wir wollen nicht, dass uns das gleiche, so ein 'Unfall', passiert.“

Der Traum sei „natürlich in unserem Kopf, bei jedem - aber auch hier gilt: Lieber weniger Blabla, lieber mehr Leistung. Wir wollen Jupp Heynckes ein großes Abschiedsgeschenk machen, ihn glücklich machen.“

Der Kader habe „unglaubliche“ Qualität so Dante, der auch die Spieler, die nicht in der Startelf stehen, hervorhob: „Sie haben einen riesigen Anteil. Und sie können in engen Spielen den Unterschied machen.“

Eines kommt für den Brasilianer mit der markanten Afro-Frisur aber nicht in Frage: Die Haare abzuschneiden, wie er es beim Klassenerhalt mit Gladbach getan hatte. „Nein, das ist kein Thema! Auf gar keinen Fall. Dante einmal ohne Haare war schon schlimm genug“, klagte der Defensivspezialist lachend.

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