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Der Vorstandsvorsitzende der Bayern spricht über Klopp, Heynckes und die Kaderplanung des FCB. Das Treffen mit Pep Guardiola bestätigt er.

München. Karl-Heinz Rummenigge hat sich anerkennend über die Arbeit von Konkurrent Borussia Dortmund geäußert. Der Vorstandsvorsitzende von Bayern München hält einen Giganten-Gipfel in der Champions League für möglich, der Streit um Jürgen Klopps Plagiats-Vorwürfe ist für ihn abgehakt. Außerdem sprach der 57-Jährige über die Kaderplanung für die nächste Saison und bestätigte ein Treffen mit dem zukünftigen Trainer Pep Guardiola in Zürich.

„Ich habe ein schönes, chinesisches Sprichwort gelesen: Ist eine Sache geschehen, dann rede nicht darüber. Weil es schwer ist, verschüttetes Wasser wieder einzusammeln“, sagte Rummenigge der Bild am Sonntag in Bezug auf die Vorwürfe von Jürgen Klopp, Bayern würde die Taktik der Dortmunder mit größeren finanziellen Mitteln kopieren. Diese Aussage sei dem Frust über die Pokalniederlage zuzuschreiben: „Wir waren voriges Jahr nach der Pokal-Finalpleite in Berlin auch sauer. Da saßen wir wie die Deppen beim Bankett. Aber das muss man respektieren: Mal gewinnst du, mal verlierst du.“

Kein „neue Taktik" mehr

Der BVB könne keine Ansprüche auf eine neuartige Taktik stellen, so Rummenigge. „Jede Taktik, die heute gespielt wird, ist eine Entwicklung aus der Historie des Fußballs heraus.“ Ein gutes Beispiel sei der frühere Bayern-Trainer Pal Csernai: „Ende der 70er-Jahre hat Pál Csernai bei Bayern München die Raumdeckung eingeführt. Heute spielt jeder Raumdeckung. Deswegen kann man aber nicht sagen: Alles, was heute gespielt wird, ist im Ursprung ein Plagiat von Pál Csernai.“

„Dortmund auf Dauer größter Konkurrent

Die Meisterschaft sei für den Rekordmeister noch nicht eingefahren, warnt Rummenige. Man werde „auch die nächsten Spiele mit großem Respekt angehen.“ Die Entwicklung des BVB als Bayern-Widersacher werde sich in Zukunft fortsetzen: „Dortmund wird auf Dauer unser größter Konkurrent bleiben. Sie haben ein gutes Management, einen guten Trainer, eine gute Mannschaft.“

Seine Schlussfolgerung: „Da hat sich ein riesiger Prestige-Kampf entwickelt.“ Dieser werde sich in einem möglichen Champions-League-Duell fortsetzen, für Rummenigge ein potenzieller Giganten-Gipfel.

Treffen mit Guardiola in Zürich

Ein in den Medien kolportiertes Geheimtreffen mit Pep Guardiola in Zürich bestätigt er: „Wir haben über die Vorbereitung und das Trainer-Team der nächsten Saison gesprochen.“ Verständigt habe man sich in Englisch und Italienisch. „Und Deutsch! Guardiola lernt jeden Tag Deutsch.“ Kontakt zwischen Guardiola und Jupp Heynckes gebe es derzeit nicht. „Aber ich bin überzeugt, dass die zwei sich austauschen, wenn die Saison vorbei ist. Jupp hat ein gutes Verhältnis zu ihm.“

Zu früh für Transfers

Über einen möglichen Transfer des Dortmunder Stürmers gibt es Bayern weiterhin keinen Kommentar, so Rummenigge. „Aber ich kann voraussagen: Wir werden dieses Jahr Personalentscheidungen sehr spät fällen. Über den Transfermarkt kann man Anfang März nicht seriös sprechen. Es ist doch noch alles möglich.“ Bei den Edel-Reservisten Arjen Robben und Mario Gomez sei der Fall klar: „Beide haben Verträge bei Bayern München. Und beide Verträge sind im letzten Jahr verlängert worden. Das ist ja der Beweis, dass wir mit beiden Spielern zufrieden sind.“

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