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Nachdem Jürgen Klopp dem Rekordmeister das Kopieren des BVB-Spielstils unterstellte, folgte der Konter von Jupp Heynckes. Dessen Aussagen riefen nun BVB-Boss Watzke auf den Plan.

München. Am Mittwoch gewann der FC Bayern München durch einen Geniestreich von Arjen Robben mit 1:0 gegen Titelverteidiger Borussia Dortmund und zog ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Um 22:27 Uhr ertönte der Schlusspfiff durch Knut Kircher, doch im Nachhall geht der Schlagabtausch weiter.

Heynckes fordert, man müsse „Größe“ zeigen

Grund sind die Aussagen von BVB-Coach Jürgen Klopp, der die Bayern des fußballerischen Plagiats bezichtigte. „Im Moment ist es so, wie es die Chinesen in der Industrie machen. Schauen, was die anderen machen, um es abzukupfern und dann mit mehr Geld und anderen Spielern den gleichen Weg einzuschlagen. Und schon ist man wieder besser“, so Klopp nach der Niederlage.

Nun nahm der scheidende Bayern-Trainer Jupp Heynckes Stellung zu den Vorwürfen des Meistertrainers. „Der FC Bayern besteht ja schon ein bisschen länger, als Jürgen Klopp Trainer ist und hatte schon immer einen eigenen Spielstil“, wehrte sich Heynckes und mahnte: „Es ist ganz wichtig, dass man in Sieg und Niederlage Größe zeigt, besonders wenn man verliert.“

Der 67-Jährige ergänzte: „Wenn Jürgen irgendwann mal in den Genuss kommt, Bayern München oder Real Madrid zu trainieren, wird er merken, was das bedeutet, dass das eine ganz andere Welt ist. Dann wird er vielleicht ein bisschen anders reden.“

„Glauben Sie, dass mir das in den Schoß gefallen ist?“

„Ich möchte Borussia Dortmund nicht zu nahe treten, das ist eine Klassemannschaft, aber wenn Sie solche Klubs trainieren, haben Sie eine Sisyphus-Arbeit vor sich, in allen Bereichen“, sprach der seit 34 Jahren im Trainergeschäft tätige Heynckes.

Der FCB-Trainer ist über die Vorwürfe aus Dortmund merklich empört, schließlich habe Klopp auch einige Jahre gebraucht, um die zuletzt erfolgreichen Prozesse anzuschieben. Heynckes sei in seiner Karriere auf Teams von Happel, Lippi, Sacchi oder Cruyff getroffen: „Da ist es mir nie eingefallen zu sagen, die haben etwas von uns abgekupfert.“

„Glauben Sie, dass mir oder meiner Mannschaft das in den Schoß gefallen ist? Das sind Prozesse, die Sie einleiten müssen. Wenn ich nur junge Spieler habe, ist das leichter umzusetzen“, schloss Heynckes seinen Konter ab.

Watzke kontert „Belehrungen“ aus München

In Dortmund wollte man die Aussagen von Heynckes indes nicht auf sich sitzen lassen. Die Antwort folgte prompt. „Bayern München ist ganz sicher nicht der Verein, der uns zu sagen hat, wie man in der Niederlage Größe zeigt. Da haben sie selbst nicht gerade das Monopol drauf“, verteidigte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke seinen Trainer.

„Was Jürgen Klopp sagt, ist in der Sache vollkommen richtig. Wir brauchen von den Bayern ganz bestimmt keine Belehrungen darüber, wie wir uns zu verhalten haben“, so Watzke.

 

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