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Schalke-Trainer Jens Keller: „Mein Ziel ist es, Spiele zu gewinnen“

Der Übungsleiter des FC Schalke 04 konzentriert sich auf die wesentlichen Dinge. Seine Arbeit macht er gewissenhaft, trotzdem bewegt ihn das Drumherum.

Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 kann seit den letzten drei Pflichtspielen etwas durchatmen. Man erkämpfte sich ein leistungsgerechtes 2:2 beim 1. FSV Mainz 05, ein solides 1:1 bei Galatasaray Istanbul in der Champions League und einen 2:1-Heimerfolg gegen Fortuna Düsseldorf. Trainer Jens Keller findet „die ganze Thematik bezüglich unserer Krise“ aber eher „albern.“

Das Team weiterentwickeln

Ohne Vorschusslorbeeren trat der 42-Jährige im Dezember 2012 die Nachfolge des entlassenen „Jahrhunderttrainers“ Huub Stevens an. Schalke 04 befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in einer zermürbenden Abwärtsspirale. Die medialen Begleitumstände haben Spuren hinterlassen, doch Jens Keller zeigt sich davon zunächst unbeeindruckt. „Ich arbeite mit der Mannschaft, die wir haben, und bin nicht der Typ Trainer, der sie an den Pranger stellt“, sagte er im Gespräch mit dem Kicker und ergänzte: „Mein Ziel ist es, Spiele zu gewinnen, das Team voranzubringen.“

Nun scheinen die Ergebnisse wieder zu stimmen und sich das Umfeld etwas abzukühlen. „Es wäre schlimm, wenn wir durch Resultate nicht wenigstens etwas Ruhe reinbekommen würden“, so Keller weiter.

Pfiffe sind „egal“

In der öffentlichen Wahrnehmung stellt sich der in Stuttgart geborene Cheftrainer vor die Mannschaft: „Ob die Leute mich auspfeifen, ist mir, in Anführungszeichen gesetzt, egal, wenn es um den Erfolg der Mannschaft geht.Ich kämpfe Woche für Woche, Tag für Tag, Training für Training. Nicht unbedingt ums Weitermachen, sondern um was zu bewegen.“

Seit geraumer Zeit kursieren Gerüchte um mögliche Alternativen für den Trainerstuhl ab diesem Sommer. Das lässt Jens Keller bisher noch kalt. Denn „was ab Sommer ist, hat Zeit bis Mai oder Juni. Mein Job macht mir vom ersten Tag bis heute wahnsinnig viel Spaß, das Drumherum bisher nicht so.“

Keller schlägt „keine Purzelbäume“

Ein weiterer Kritikpunkt scheint auch eine mangelnde Ausstrahlung auf der Bank und in Interviews zu sein. Jens Keller erklärt sein Auftreten im Gespräch mit dem Kicker wie folgt: „Was soll ich dazu sagen? Ich war schon als Spieler keiner, der auf den Zaun gesprungen ist, um die Massen zu begeistern. Ich denke, die Ausstrahlung kommt mit den Ergebnissen.“

Der FC Schalke 04 trifft am kommenden Samstag auf den VfL Wolfsburg.

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