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Mainz 05-Trainer Thomas Tuchel kritisiert das Schiedsrichterwesen und wittert eine Kampagne gegen seine Person.

Mainz. Der Trainer des FSV Mainz 05, Thomas Tuchel, hat sich auf einer Pressekonferenz vor dem Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den SC Freiburg kritisch zu den Schiedsrichtern geäußert und wittert eine Kampagne gegen seine Person.

„Es gibt im Schiedsrichterwesen eine klare Stimmung gegen meine Person, woran ich sicher nicht ganz unbeteiligt bin. Aber die Konsequenz daraus ist, dass meine Mannschaft seit Wochen gehäuft mit krassen Fehlentscheidungen leben muss. Das ist so nicht hinnehmbar“, wird der Trainer von der „Allgemeinen Zeitung“ zitiert.

Kampagne gegen Tuchel?

Der 39-jährige Trainer der Mainzer sieht den Grund in den diversen Auseinandersetzungen mit den vierten Unparteiischen während der Hinrunde. Nach seinem Platzverweis im Pokal-Achtelfinale auf Schalke und einer auferlegten Geldstrafe in Höhe von 6000 Euro sei ihm zum ersten Mal die Vermutung gekommen, dass es sich um eine Kampagne gegen ihn handeln könne. „Da ging es nicht nur um den Vorfall an sich, sondern darum, mir einen Denkzettel zu verpassen“, sagte Tuchel. Auch sei ihm bewusst, dass Bilder von ihm auf der Schiedsrichter-Halbzeittagung gezeigt worden seien.

Die Mannschaft soll fair behandelt werden

Der Trainer der Mainzer zeigte sich durchaus bereit, für seine Fehler geradezustehen. Auch macht er keinen einzelnen Unparteiischen verantwortlich. „Aber ich glaube an Stimmungen, die erzeugt werden, und ich glaube, dass Stimmungen Handlungen beeinflussen“, äußerte sich Tuchel.

Die Konsequenz seines Fehlverhaltens dürfen nicht die Mannschaft und der Verein tragen. „Wir wollen einfach fair behandelt werden, nicht bevorteilt, aber eben auch nicht krass benachteiligt werden“, sagte der Trainer auf der Pressekonferenz.

Acht Punkte weniger durch Fehlentscheidungen

Tuchel nannte gegenüber den Journalisten zwei „glasklare“ Elfmeter, die seiner Elf gegen den SC Freiburg verweigert worden seien. Hinzu kämen der nicht gegebene Treffer von Shawn Parker in Augsburg, das Abseitstor des FC Schalke 04 zum 2:2-Endstand und ein nicht gegebenee Handelfmeter gegen Wolfsburg. „Und wir reden nicht einmal über die Sperren durch Gelbe oder Rote Karten“, ergänzte er.

Tuchel sieht sich in einem Lernprozess

Von seiner emotionalen Art, seine Mannschaft zu trainieren, möchte Tuchel nicht abrücken, sieht sich jedoch selbst noch in einem Lernprozess. „Ich nehme schon für mich im Anspruch, in meinem Coaching dazuzulernen, auch was meine Emotionalität gegenüber den Schiedsrichtern angeht. Das ist ein Prozess, der sicher noch nicht abgeschlossen ist“, sagte Tuchel.

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