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Gewalttätige Krawalle von Fußball-Hooligans haben die Polizei am Wochenende wieder in Atem gehalten. Besonders die Gäste aus Frankfurt sorgten in Freiburg für Unruhen.

Köln. Gewalttätige Krawalle von Fußball-Hooligans haben die Polizei am Wochenende wieder in Atem gehalten. Besonders viel Arbeit machten den Sicherheitskräften erneut Randalierer aus dem Lager von Bundesligist Eintracht Frankfurt mit Schlägereien am Freitag nach dem Punktspiel beim SC Freiburg und bereits tags zuvor in Nürnberg.

Wegen Zündung verbotener Pyrotechnik wurden Problemfans von Fortuna Düsseldorf im Vorfeld des Erstliga-Duells bei Schalke 04 auffällig. Zwei Anhänger von Werder Bremen müssen sich wegen Sachbeschädigungen nach dem Spiel der Hanseaten bei Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München verantworten.

Auch in den unteren Klassen sorgten Krawalle für Negativschlagzeilen. Gleich 70 Krawallmacher von Zweitligist Union Berlin nahm die Polizei vor dem Match der „Eisernen" beim 1. FC Köln vorübergehend in Gewahrsam, nachdem ein Beamter einen Nasenbeinbruch erlitten hatte. In der 3. Liga lieferten sich Rowdys des 1. FC Saarbrücken und Karlsruher SC mehrere gewalttätige Auseinandersetzungen, bei denen drei KSC-Anhänger und zwei Polizisten verletzt wurden.

In Freiburg nahm die Polizei nach einer Schlägerei am Rande der Innenstadt neun Personen fest. Von extremer Aggressivität geleitet stoppten neun Frankfurter Hooligans ihren Kleinbus, um eine Gruppe Freiburger Fans - vermutlich Anhänger der Ultraszene - anzugreifen. Als Folge der Schlägerei gingen zahlreiche Notrufe bei der Polizei ein, bei der Abfahrt vom Stadion kam es zu massiven Verkehrsproblemen. Ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Landfriedensbruch, Raub und Körperverletzung wurde eingeleitet.

Die Eintracht will als Konsequenz die Täter aussperren. „Das ist sehr unerfreulich. Aber bei diesen Auseinandersetzungen außerhalb der Stadien hast du als Verein wenig Möglichkeiten. Wir warten jetzt den Polizeibericht aus Freiburg ab, und werden dann Stadionverbote aussprechen", sagte der Frankfurter Finanzvorstand Axel Hellmann der Bild am Sonntag.

Am Donnerstagabend waren bei einer Schlägerei vor einer Nürnberger Diskothek mehrere Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei gingen im Anschluss an ein Hip-Hop-Konzert zwei jeweils rund 25-köpfige Gruppen aus den Frankfurter und Nürnberger Ultra-Szenen aufeinander los. 34 Unruhestifter wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen, drei von ihnen wiesen Verletzungen im Gesicht und an den Händen auf. Die Polizei hat Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs aufgenommen.

Die Münchner Polizei leitete gegen die Bremer Randalierer Strafverfahren wegen Sachbeschädigung ein. Die Tatverdächtigen hatten im Stadion-Parkhaus mehrere Fluchtwegbeleuchtungen von der Decke geschlagen und zwei geparkte Autos beschädigt.

Die Bundespolizei verweigerte in Gelsenkirchen 120 Düsseldorfer Problemfans den Zutritt zur Schalker Arena und begleitete die Rowdys zurück nach Düsseldorf. Da Pyrotechnik gezündet wurde, wurde ein Betretungsverbot für das Stadtgebiet Gelsenkirchen gegen die Gruppe erlassen. Mit Bussen wurden die Problemfans zum Hauptbahnhof Gelsenkirchen transportiert, ehe ein Großaufgebot der Bundespolizei die Düsseldorfer Anhänger im Zug zurück in die NRW-Landeshauptstadt brachte.


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