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Günter Netzer: Titel keine Belastung für Guardiola

Netzer geht von einem packenden Pokal-Viertelfinale zwischen Bayern und Dortmund aus. Außerdem glaubt er nicht daran, dass ein mögliches Triple eine Belastung für Guardiola sei.

München. Günter Netzer spricht über das Pokal-Viertelfinale zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund, das Geheimnis der erfolgreichen Defensivarbeit der Bayern und eine mögliche Belastung durch diese Saison gewonnene Titel für Pep Guardiola.

„Guardiola hat genug Erfolge gefeiert“

„Wer glaubt, dass mögliche Titel der Bayern das Erbe für Pep Guardiola schwerer machen, der irrt“, prophezeit Netzer In seiner Kolumne in der Bild am Sonntag. Vielmehr werde der neue Trainer nicht auf die Titel der vergangenen Saison achten und sich stattdessen „mit dem Hier und Jetzt beschäftigen“. Guardiola sei durch seine erfolgreiche Trainer-Karriere selbstbewusst genug, die Titel seines Vorgängers nicht als Belastung anzusehen.

Pokal-Viertelfinale wird ein Fußball-Fest

Netzer erwartet ein „großes Fußball-Fest“ beim DFB-Pokal-Viertelfinalspiel zwischen Bayern und Dortmund am Mittwoch. „Es wird eine Ansammlung von Ausnahmespielern zu bewundern sein. Und eine Dortmunder Mannschaft, in der sich großartige Automatismen eingestellt haben und in der jeder Spieler die Anforderungen von Jürgen Klopp verinnerlicht hat“, lobt Netzer den BVB.

„Deshalb muss Bayerns erste Aufgabe sein, die Angriffswucht und die wunderbare Kombinationsfähigkeit und Torgefährlichkeit von Marco Reus, Mario Götz und Robert Lewandowski zu unterbinden“, so Netzer weiter.

Dass die Bayern inzwischen sechs Pflichtspiele in Folge gegen Dortmund nicht gewinnen konnte, sei kein Trauma, vielmehr ein „zusätzlicher Anreiz, das Halbfinale zu erreichen“.

Lob für Neuzugänge und Defensivarbeit der Bayern

„Bayern hat in dieser Saison eine Mannschaft, die ohne Selbstzweifel scheinbar unbeirrbar ihren Weg geht. Sie ist schwer zu verwunden. So stark habe ich die Mannschaft seit Jahren nicht mehr erlebt“, so der 68-Jährige.

Als einen Grund für den Erfolg sieht Netzer den Konkurrenzkampf, der durch die gut integrierten Neuzugänge Dante, Martinez und Mario Mandzukic neu angefacht wurde.
Dante sei ein absoluter Volltreffer, der „absolut Souverän in seinen Aktionen, sehr zweikampfstark und damit der Ruhepol in der Abwehr“ ist.

Mittelfeldabräumer Martinez sieht Netzer als „eine Investition in die Zukunft – ein Spieler mit erstklassigem Charakter, jung, aggressiv, zweikampf- und laufstark“. Auch der Konkurrenzkampf im Sturm zwischen Mario Gomez und Mario Mandzukic habe dem Spiel der Bayern gut getan.


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