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Bittere Nachrichten aus dem 96-Lager: Franca ist schwer erkrankt. Er kann seine Karriere aber wohl nach einer Behandlung uneingeschränkt fortsetzen.

Hannover. Mittelfeldspieler Franca von Hannover 96 ist an Tuberkulose erkrankt und wird dem Bundesligisten monatelang fehlen. Der 21 Jahre alte Brasilianer schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Zudem könne er nach einer entsprechenden Behandlung des Lungenleidens seine Karriere uneingeschränkt fortsetzen. Das teilte der Klub am Freitag mit.

Weitere Erkrankungen im Team „höchst unwahrscheinlich“

„Für Franca tut es mir wahnsinnig leid. Das Wichtigste ist jetzt zunächst einmal, dass er wieder gesund wird. Wir wünschen ihm beste Genesung und wissen ihn bei den behandelnden Ärzten in guten Händen“, sagte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke. Nach Überzeugung der Mediziner sind weitere Erkrankungen im Team zurzeit „höchst unwahrscheinlich“, aber nicht ausgeschlossen.

Der Defensiv-Allrounder Franca wurde nach der Diagnose sofort vom Rest der Mannschaft isoliert. Er wird momentan stationär auf einer Spezialstation für Infektionskrankheiten im Klinikum Oststadt-Heidehaus betreut. „Ich habe ihn in den ersten Wochen als Spieler mit einer tollen Einstellung kennengelernt, der sich von diesem Rückschlag erholen wird“, sagte Trainer Mirko Slomka. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind im Jahr 2011 mehr als 2,1 Millionen Menschen weltweit an der früher unter Schwindsucht bekannten bakteriellen Infektionskrankheit gestorben.

Im Winter verpflichtet

Hannover hatte Franca erst während der Wintertransferperiode für rund 1,3 Millionen Euro vom brasilianischen Erstligisten Coritiba FC verpflichtet. Verletzungen und eine Grippe verhinderten bisher einen Einsatz in der Bundesliga.

Tuberkulose entwickelt sich normalerweise langsam über mehrere Wochen oder Monate, sie wird mit speziellen Antibiotika behandelt. Übertragbar wird Tuberkulose erst nach Ausbruch der Krankheit - wer sich nur infiziert hat, kann keine weiteren Menschen anstecken. Eine Tuberkulose-Infektion führt nur in etwa zehn Prozent der Fälle zu einer Erkrankung.


 

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