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Für Freiburgs Sportdirektor Dufner ist der momentane Erfolg der Mannschaft nicht selbstverständlich. Dennoch sieht er den SC Freiburg noch nicht am Ende seiner Entwicklung.

Freiburg. Sportdirektor Dirk Dufner hat mit dem SC Freiburg noch einiges vor. Der derzeitige Höhenflug sei zwar nicht selbstverständlich, sein Ziel ist es dennoch, den Verein für Spieler noch interessanter zu machen und das Niveau zu halten.

Der SC Freiburg hat mit seinen Leistungen in dieser Saison alle überrascht. Hatte man die Breisgauer zu Beginn noch eher mit dem Abstiegskampf in Verbindung gebracht, klopft die Mannschaft von Trainer Christian Streich nun ganz oben an und steht auf Platz fünf der Tabelle. Auch Sportdirektor Dirk Dufner geht mittlerweile „relativ sicher“ davon aus, dass das Saisonziel Klassenerhalt erreicht wird. „Das ist für uns eine vergleichsweise komfortable Situation“, sagt er im Interview mit der FAZ.

Attraktivität des Vereins soll weiter steigen

Er gibt zwar zu, dass immer noch etwas passieren könnte, „aber inzwischen würden wir uns doch lächerlich machen, zu sagen, dass wir noch ernsthaft in Gefahr geraten könnten.“ Selbst wenn man in der Tabelle noch ein paar Plätze nach unten abrutschen sollte, wären Rang zehn oder elf für ihn „immer noch hervorragende Platzierungen.“

Nun gelte es, mit dem SC Freiburg „den nächsten kleinen Schritt zu gehen. Wir wollen stabiler werden und wachsen." Der Verein dürfe durchaus weiterhin ein Ausbildungsverein bleiben, „aber gerne auf einem noch höheren Niveau.“ Das langfristige Ziel sei es, den Kader so gut es geht zusammenzuhalten und den Klub für die Spieler so attraktiv zu machen, dass „ein richtig Großer kommen muss, um sie zum Nachdenken zu bringen.“

Qualität der Mannschaft enorm hoch

Dass die Mannschaft über ihre Verhältnisse spielt, glaubt Dufner derweil nicht. Den Grund für die guten Auftritte sieht er einzig in der Qualität des Teams, das auch in den Jahren unter Robin Dutt bereits Überdurchschnittliches geleistet habe. „Wenn man das ein Jahr lang stabil schafft, spielt man nicht komplett über seine Verhältnisse. Dieses Niveau steckt in der Mannschaft und sie ruft es ab.“

„Wir genießen unseren Erfolg, aber wir nehmen ihn nicht als selbstverständlich hin“, sagte der Sportchef. Die aktuelle Platzierung in der Tabelle stelle zwar „eine Ausnahmesituation und Momentaufnahme“ dar, dass der SC Freiburg im nächsten Jahr deshalb zwingend wieder um den Abstieg kämpft, glaubt er aber auch nicht. „Was hier in den vergangenen Jahren durch gemeinsame Anstrengungen entstanden ist, hatte eine gewisse Stabilität, deshalb könnte es auch so weitergehen, wenn wir gut arbeiten.“

Internationaler Wettbewerb bringt nicht nur Vorteile

Dank der anhaltend guten Leistungen darf der Tabellenfünfte der Bundesliga mittlerweile sogar von der Europa League träumen. Dufner sieht dieses Thema „völlig entspannt.“ Das internationale Geschäft sei aber absolut kein Muss. Der Manager weiß, was den Verein bei einer Teilnahme im internationalen Wettbewerb erwarten würde, sieht aber nicht nur positive Effekte. „Wir sind ein gebranntes Kind. Freiburg hat zweimal im UEFA-Pokal gespielt und ist in diesen Spielzeiten oder ein Jahr später abgestiegen. Für einen kleinen Verein sind die zusätzlichen Belastungen problematisch.“

Dufner hat auch eine Erklärung dafür, wie Freiburgs Trainer Christian Streich sich in der Bundesliga so schnell zum Kulttrainer entwickeln konnte. „Er war von Anfang an wahnsinnig konsequent und authentisch. Er hat gesagt: Ich mache das, aber ich bleibe, wie ich bin. Diese Haltung war unglaublich überzeugend.“

Auch der sportliche Erfolg sei mit entscheidend: „Wenn der gefehlt hätte, dann wäre die ein oder andere Eigenart von Christian Streich in der Öffentlichkeit anders begleitet worden.“ Hätte die Leistung nicht gestimmt, wäre die Entwicklung vielleicht anders verlaufen: „Man hätte ihn womöglich zerrissen.“

 

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