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Der HSV-Sportchef erntet nach zwei schwierigen Jahren in Hamburg die Früchte seiner Arbeit.

Hamburg. Nach dem jüngsten Aufschwung greift der Hamburger SV nach zwei schwierigen Jahren wieder die internationalen Plätze an. Sportchef Frank Arnesen macht dafür vor allem den gelungenen Umbruch und Trainer Thorsten Fink verantwortlich. Seinen Wechsel vom Chelsea FC nach Hamburg in die Bundesliga bereut der Däne nicht.

Arnesen erinnert an Umbruch

„Nach Hamburg zu kommen, war von mir eine gute Entscheidung. Es ist zwar nicht immer leicht. Aber ich war auch nicht überrascht, dass es so gelaufen ist“, sagte Arnesen im Interview mit Bild. Der Sportdirektor erinnerte dabei vor allem an die Kadersituation bei seiner Ankunft im Mai 2011: „Als ich kam, hatten wir neun Spieler über 30 Jahre, mussten einen Umbruch machen.“

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Jetzt sei die Situation eine andere, der Blick geht nach oben: „Wir haben eine junge Mannschaft, sind auf einem guten Weg. Aber das finanzielle Fundament muss stärker werden. Dieser Verein muss immer international spielen, egal ob Champions oder Europa League. Der HSV ist ein ganz großer Klub. Da sollte man am besten schon gestern Erfolg haben, nicht erst morgen.“

„Dann musst du einstecken wie ein Boxer“

Dieser Druck bei einem Traditionsverein führte auch dazu, dass Arnesen von ehemaligen Spielern des HSV kritisiert wurde. Der 56-Jährige hat dafür Verständnis. „Wenn es nicht gut läuft, finde ich das normal. Manchmal hatten sie Recht. Ich habe da keine Probleme mit. Dann musst du einstecken wie ein Boxer, aber wieder aufstehen. Beim ersten Wind darfst du nicht gleich von deiner Idee abgehen“, erklärte er.

Auch seine eigenen Entscheidungen seien nicht immer richtig gewesen, räumte der Däne ein, vor allem bei Transfers: „Im ersten Jahr kannte ich hier nicht alles. Das konnte ich auch nicht. Ich wusste nicht, was wir konkret brauchen. Jetzt kennen wir unsere Mannschaft und den Markt besser.“

„Thorsten will immer lernen“

Einen wichtigen Faktor für den aktuellen Aufschwung in Hamburg sieht Arnesen in Trainer Thorsten Fink. Seine erste Trainerverpflichtung als Sportchef habe sich als Glückstreffer entpuppt: „Thorsten hat sich hervorragend entwickelt. Er hat in seinem ersten Jahr sehr viel gelernt, ist immer besser geworden. Er will immer lernen.“

Dabei sei die Arbeit mit Fink für ihn nicht immer einfach gewesen. „Eine Zusammenarbeit muss wachsen. Wir haben schwere Stunden durchgestanden. Wir können einander die Wahrheit sagen. Er sagt mir auch, wenn er mit meiner Arbeit nicht zufrieden ist. Das muss so sein“, erläuterte Arnesen.

Vertragsgespräche im Januar 2014

Der aktuelle Erfolg spricht für das Führungsduo, aber der Sportchef bleibt vorsichtig. „Man muss wach bleiben, es kann auch schnell wieder schlechter laufen“, betont der 56-Jährige. Deshalb wolle er auch seinen 2014 auslaufenden Vertrag vorerst nicht verlängern, wie er gegenüber Bild erklärte: „Ich finde, im Januar 2014 kann man darüber reden. Dann haben alle einen Überblick, wie es in unserer dritten Saison läuft.“

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