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Hoffenheims Manager Andreas Müller sieht Tim Wiese nicht als Alleinschuldigen an der aktuellen Situation. Dennoch kritisiert er das Verhalten des Torhüters.

Sinsheim. Andreas Müller, Manager von Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim, will Torwart Tim Wiese nicht die alleinige Schuld an der Situation der TSG zuschieben. Er findet, dass Tatsachen häufig falsch dargestellt wurden und rät der Mannschaft in der aktuellen Lage zu besonderer Vorsicht.

Wiese hatte zuletzt immer wieder für Negativschlagzeilen bei der TSG gesorgt. Nach seiner schrittweisen Degradierung vom Kapitän und Stammtorwart zur Nummer drei leistete sich der Ex-Bremer in der letzten Woche erneut einen Fehltritt. Nachdem er gemeinsam mit Kollege Tobias Weis bei einer Karnevalsfeier aus der Disco geworfen wurde, belegte der Verein die beiden mit einer Geldstrafe.

Müller mit Appell an die Mannschaft

Für Manager Andreas Müller war der Vorfall „absolut kontraproduktiv.“ Im Interview mit der Sport Bild sagt er: „Für die Spieler und für uns war es keine gute Außenwirkung.“ Er habe sich daraufhin in einer Ansprache an die Mannschaft gewendet. Die Angriffsfläche die der Verein bietet, sei ohne hin bereits viel zu groß. „Da kann keiner so naiv sein und eine solche Wirkung verursachen.“ Vom Team fordert er deshalb ab sofort nur noch positive Schlagzeilen.

An Tim Wieses Situation sei auch die Berichterstattung in den Medien schuld: „Es gibt viele Wahrnehmungen bei ihm, Wir haben als Verein damit zu kämpfen, dass wenn wir etwas über ihn kommunizieren, dass es permanent angezweifelt wird.“ Viele Dinge über Wiese würden verdreht dargestellt und dienten lediglich dazu, ihm zu schaden.

Situation besser als in der Hinrunde

Seiner Meinung nach sollte der Torhüter auch deshalb nicht als Alleinschuldiger für die aktuelle Lage des Vereins verantwortlich gemacht werden. „Tim ist nicht das Symbol unserer Gesamt-Situation. Er ist sicher nicht alleine schuld an unserer Platzierung.“

Trotz derzeit Platz 16 in der Tabelle sieht er den Verein mittlerweile auf einem besseren Weg als noch in der Hinrunde. Die Mannschaft sei viel stabiler geworden und habe eine bessere Balance: „Die Spieler kommunizieren mehr miteinander. Der Zusammenhalt ist besser.“ Das Endziel sei nun, den Klassenerhalt zu erreichen. Dazu müsse man den Relegationsplatz unbedingt verteidigen.

Müller ist davon überzeugt, dass das gelingt: „Wir durchleben derzeit eine große Leidenszeit, aber wir werden gestärkt daraus hervorgehen.“

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