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Trotz Einspruchs des deutschen Meisters bleibt der polnische Nationalspieler für zwei weitere Spiele gesperrt. Der BVB hoffte auf eine Strafminderung, die jedoch abgewiesen wurde.

Frankfurt/Main. Keine Gnade für Robert Lewandowski: Nach rund 90-minütiger mündlicher Verhandlung in Frankfurt hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Sperre von drei Spielen für den Stürmer von Borussia Dortmund bestätigt.

„Verletzung in Kauf genommen“

„Herr Lewandowski hat durchgezogen und nicht zurückgezogen. Er hat das Verletzungsriskio bei sich und seinem Gegenspieler in Kauf genommen“, sagte der Sportgerichtsvorsitzende Hans E. Lorenz in seinem Urteil über das „rohe Spiel“ von Lewandowski.

Damit fehlt der 24-Jährige dem deutschen Meister in den Partien bei Borussia Mönchengladbach am Sonntag sowie gegen Hannover 96 am 2. März. Beim 3:0 gegen Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag hatte der Pole bereits einen Teil seiner Sperre abgesessen.

Gegenspieler entlastete Lewandowski

Lewandowski hatte bei der 1:4-Heimpleite des BVB am 9. Februar gegen den Hamburger SV nach einem rohen Einsteigen gegen Per Skjelbred die Rote Karte (31. Minute) gesehen. In erster Instanz hatte der DFB Polens Fußballer des Jahres, der Gerüchten zufolge vor einem Wechsel zu Rekordmeister Bayern München stehen soll, für drei Partien gesperrt. Die Borussia hatte Einspruch gegen das Straßmaß eingelegt.

Der Norweger Skjelbred, der am Dienstagnachmittag als einer von vier Zeugen geladen war, hatte Lewandowski bei seiner Vernehmung entlastet. „Ich habe gedacht, es gibt die Gelbe Karte“, sagte Skjelbred. Der Kontrollausschuss unter Vorsitz von Anton Nachreiner hielt bei seinem Plädoyer trotzdem an der Drei-Spiele-Sperre wegen rohen Spiels fest.

„Hätten eigentlich zu Hause bleiben können“

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke war enttäuscht über die Entscheidung. „Das, was vorher behauptet wurde, konnte in der Verhandlung widerlegt werden. Aber das Urteil wurde bestätigt. Demnach hätten wir eigentlich zu Hause bleiben können“, sagte Watzke, der in seinem Plädoyer auf die „abnehmende Intensität“ bei der Aktion des Dortmunder Stürmers hingewiesen hatte. Lewandowski war mit gestrecktem Bein in Skjelbred hineingesprungen.

Im brisanten Viertelfinale des DFB-Pokals bei den Bayern am 27. Februar ist Lewandowski aber spielberechtigt. Der 49-malige Nationalspieler liegt in der Bundesliga-Torschützenliste nach dem 22. Spieltag mit 14 Treffern hinter Stefan Kießling (Bayer Leverkusen) und Mario Mandzukic (Bayern München/beide 15 Treffer).

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