thumbnail Hallo,

Der DFL-Vorsitzende will die Bundesliga international wertvoller machen. Dabei gilt es, einen Rückstand aufzuholen und globaler zu denken. Es geht um viel Geld.

Düsseldorf. Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, hat sich auf dem Sportbusiness-Kongress zur internationalen Vermarktung der Bundesliga geäußert. Man wolle jetzt globaler denken und finanziell in neue Sphären vorstoßen – auch wenn nationale Fans dabei zurück stecken müssten.

„Den Wert der Bundesliga international verbessern“

Seifert formulierte finanziell ein klares Ziel: „Aktuell entfallen von den gesamten durch die DFL vermittelten Medienerlösen rund 11 Prozent auf die Auslandsvermarktung. Künftig ist unsere Zielgröße, die wir realisieren wollen mit internationalen Umsätzen, zwischen 15 und 25 Prozent. Die Einflugschneise, die wir anstreben, liegt zwischen 100 und 150 Millionen Euro.“

„Die DFL will den Wert der Bundesliga international verbessern. Bis 2004 gab es bei der DFL gar keine Auslandsumsätze, 2005 waren es dann 12 Millionen Euro. Wir haben also die erfolgreichste Phase im deutschen Fußball seit den 70-er Jahren komplett verpasst. Dieser Rückstand läuft uns bis heute nach“, erklärte der 43-Jährige auf dem Kongress in seinem Vortrag.

Dafür seien, so Seifert, der „Ausbau der Service- und Contentangebote für die Medienpartner“, sowie „die Stärkung des internationalen Markenaufbaus über digitale Medien“ notwendig.

Mit digitalen Medien zur Globalisierung

Das Stichwort hierfür sei Globalisierung: „Wir müssen uns stärker an den globalen Bedürfnissen ausrichten und nicht so sehr auf den nationalen Fan achten. Das ist keine wirkliche Stärke deutscher Unternehmen, dass wir global denken.“

Besonders der Auftritt in den digitalen Medien soll jetzt ausgebaut werden, um Fans auf der ganzen Welt zu erreichen: „Neben dem bereits gelaunchten Webauftritt von Bundesliga.com plant die DFL für 2013 als zweites Kommunikationstool für den globalen Fan einen Youtube-Kanal zu starten, speziell ausgerichtet für den globalen Markt.“

Langfristig sollen sich die Investitionen dann bezahlt machen: „Wenn es uns irgendwann mal gelingen sollte, allein durch die Auslandsvermarktung sämtliche Kosten der Leistungszentren in der Liga zu decken, dann wäre das meines Erachtens eine ganz hervorragende Investition.“

EURE MEINUNG: Muss sich die Bundesliga noch mehr an „globale Bedürfnissen ausrichten“?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig