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Schalke 04: Horst Heldt will Gerüchte um Jupp Heynckes nicht kommentieren

Kaum hat Schalke etwas wie eine Minikrise zu bewältigen, mehren sich die Stimmen, die schon einen neuen Coach etabliert sehen wollen. Objekt der Spekulations-Begierde: Heynckes!

Gelsenkirchen. Als wären die Zeiten auf Schalke nicht turbulent genug, sorgt eine Trainerdiskussion für neue Schlagzeilen. Jupp Heynckes soll erster Wunschkandidat für die Nachfolge des umstrittenen Jens Keller beim FC Schalke 04 am Saisonende sein. Die Informationen der Bild-Zeitung werden die sportlich angeschlagenen Königsblauen auf dem Weg zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am Mittwoch (20.45 Uhr LIVE bei Goal.com im Ticker) bei Galatasaray Istanbulbegleiten.

Heldt will Spekulationen nicht kommentieren

Schalkes Manager Horst Heldt stellte vor der Abflug in die Türkei auf SID-Anfrage klar: „Da wird ein Name genannt und damit spekuliert wie mit vielen anderen Namen vorher auch, und es wird vermutlich auch nicht der letzte sein. Wir werden das nicht mehr kommentieren.“

Wie es zu den Gerüchten gekommen sein könnte, vermochte auch er nicht zu sagen. Die Ausgangsposition liegt jedoch auf der Hand: Nach der Verpflichtung des Spaniers Pep Guardiola zur kommenden Saison wird der 67 Jahre alte Heynckes die Münchner Bayern am Ende der Spielzeit verlassen. Zudem hatte der Trainer-Routinier Meldungen über ein Ende seiner Laufbahn umgehend dementiert. Er wolle selbst den Zeitpunkt bestimmen, hatte Heynckes erklärt.

Heynckes will zurück in den Westen

Der Ex-Gladbacher hatte zudem angekündigt, wieder in den Westen zurückkehren zu wollen. Sein Domizil im niederrheinischen Schwalmtal befindet sich nur eine Autostunde von Gelsenkirchen entfernt. Gegen Schalke würden allenfalls die Erfahrungen des Erfolgscoaches mit dem Klub sprechen. Denn die Königsblauen hatte er bereits in der Spielzeit 2003/04 trainiert, jedoch nur den siebten Tabellenplatz erreicht. Nach einem Fehlstart in die zweite Saison auf Schalke wurde Heynckes entlassen. Die Nachfolge trat damals Ralf Rangnick an.

Reaktionen aus München

Eine Reaktion aus München ließ nicht lange auf sich warten: „Ich kann bestätigen, dass Jupp Heynckes quickfidel ist und einen super Job bei uns macht. Aber ich weiß nicht, was Schalke und Jupp Heynckes für Pläne haben. Ich denke, dass Jupp Heynckes die Entscheidung (über seine Zukunft) in aller Ruhe fällen wird“, sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge vor dem Abflug nach London, wo die Bayern am Dienstag im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League auf den FC Arsenal treffen.

Bevor er ins Flugzeug in die britische Hauptstadt stieg, meinte Bayern-Präsident Uli Hoeneß: „Das kann ich mir nicht vorstellen. Das ist wohl ein kleiner Aprilscherz.“

Fest steht: Schalke droht unter dem glücklosen Jens Keller nach nur einem Sieg in den letzten elf Spielen, die Europacup-Plätze zu verpassen. Manager Heldt sucht offenbar einen Trainer, der Schalke nicht nur eine Saison, sondern perspektivisch weiterhilft.

Es bleibt abzuwarten, wie die kriselnden Schalker mit den ständigen Spekulationen umgehen werden. Ein Sieg in Istanbul würde helfen. Dazu hoffen die Westfalen auf ein Comeback ihres Torjägers Klaas-Jan Huntelaar. Der Niederländer erhielt nach einer erneuten Augenuntersuchung von den Ärzten grünes Licht, um am Montag voll mitzutrainieren. Huntelaar war vor zwei Wochen eine Ader im linken Auge geplatzt. Danach hatte er pausieren müssen.


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