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EXKLUSIV - Werder will den nächsten Schritt Richtung Europapokal machen. „Die Qualifikation ist wichtig für den Verein“, sagt Aleksandar Ignjovski abseits vom Arnautovic-Gezerre.

Bremen. Es dreht sich viel in diesen Tagen um das einstige Enfant terrible, das sich in der jüngeren Vergangenheit zum Leistungsträger gewandelt hat. Die große Frage in Bremen lautet: Wird Marko Arnautovic Werder sofort verlassen und zu Dynamo Kiew wechseln? Die letzten Erkenntnisse deuten schwer darauf hin, dass der österreichische Nationalspieler künftig in der Ukraine agieren wird. Es wäre ein Transfer, der ordentlich Geld in die leere Vereinskasse spülen könnte; von acht Millionen Euro ist die Rede.

Das zweite große Thema an der Weser ist der jüngste Aufschwung der Mannschaft von Thomas Schaaf. Mit zuletzt zwei Siegen (2:0 gegen Hannover und 4:1 in Stuttgart) hat sich der Verein auf den elften Tabellenplatz verbessert, der Rückstand auf Rang sechs, dessen Erreichen zum Mitspielen in der Europa League berechtigen würde, ist auf drei Punkte geschrumpft.

„Das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft war zuletzt besser. Es kann nicht sein, dass nicht alle mitverteidigen, wir müssen alle mitarbeiten. Der Trainer hat uns immer wieder auf diese Probleme hingewiesen, und wir haben hart an der Umsetzung gearbeitet. Die zwei Siege waren das Ergebnis dieser Arbeit“, sagt Aleksandar Ignjovski, Werders Allrounder, im Gespräch mit Goal.com.

Zuletzt fehlte die Effektivität

Vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den SC Freiburg, überraschenderweise ein Mitkonkurrent um die internationalen Plätze, erklärt der 22-Jährige: „Wir haben eine große Qualität, und in den jüngsten zwei Spielen haben wir das auch endlich wieder gezeigt. Was zuletzt vor allem gefehlt hat, war die Effektivität. Wir haben zu viele Torchancen für ein Tor benötigt.“



Nun sieht er die Mannschaft auf dem richtigen Weg: „Ich bin optimistisch, dass wir jetzt weiter konstant auf diesem Niveau spielen werden.“ Der serbische Nationalspieler hat einen nicht unwesentlichen Anteil daran, dass sich die Bremer ein wenig aus ihrer Dauerkrise befreien konnten. Nach einer schwachen Leistung zum Saisonstart in Dortmund (1:2) spielte Ignjovski drei Monate keine Rolle, seit seiner Einwechslung im Spiel in Wolfsburg am 13. Spieltag ist er wieder eine feste Stütze  - und überzeugte zuletzt.

„Ich hatte in der Hinrunde schwierige Monate. Ich habe anfangs nicht verstanden, warum ich nicht zum Einsatz komme. Aber der Trainer hat mir gesagt, dass er mich noch brauchen wird. Das hat mir die nötige Ruhe gegeben“, erinnert sich Ignjovski an seine Zeit als Reservist.

Und weiter: „Ich habe nie die Hoffnung verloren und bin im Kopf stark geblieben. Jetzt hat sich die harte Arbeit ausgezahlt.“

"Ich spiele noch aggressiver und konzentrierter"

Seine Qualitäten darf Ignjovski derzeit auf verschiedenen Positionen ausspielen. Bei seinen acht Einsätzen zuletzt agierte der Jungstar als linker Abwehrspieler, Abräumer im Mittelfeld, Rechtsaußen und rechter Abwehrspieler. „Ich spiele noch aggressiver und konzentrierter und war noch nie so fit wie im Moment. Das ist aufgrund unseres laufintensiven Spiels sehr wichtig“, sagt Ignjovski, der für Serbien stets auf der Sechser-Position ran darf. Auf seiner Lieblingsposition.

Unabhängig von seiner Aufgabe will er seinen Teil dazu beitragen, dass Werder in der Tabelle weiter nach oben klettert. Nach seinem Wechsel vom Zweitligisten 1860 München zu Werder im Sommer 2011 wäre die Europapokal-Qualifikation der Höhepunkt seiner Karriere – auch wenn er sich (noch) zurückhaltend dazu äußert.

„Wir müssen weiter Punkte sammeln, aber jetzt nicht gleich wieder über die Europa League reden“, sagt er: „Wir wissen, dass es für den ganzen Verein, für alle Mitarbeiter, wichtig ist, die Qualifikation zu schaffen. Es verbessert die Stimmung, wenn man sich als Verein nicht nur in Deutschland, sondern auf internationaler Bühne zeigen kann. Aber wir denken jetzt nur von Spiel zu Spiel.“

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