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Kind gilt im Kampf gegen Pyrotechnik als Hardliner. Eine hannoversche Ultra-Gruppe behauptet nun aber, es habe einen Deal mit dem Verein gegeben - der 96-Präsi widerspricht.

Hannover. Die „Ultras Hannover“, eine Fan-Gruppierung des Bundesligisten Hannover 96, behaupten, es habe Absprachen mit Klub-Präsident Martin Kind bezüglich der Verwendung von Pyro-Technik gegeben. Der Hörgeräteunternehmer widersprach jedoch dieser Darstellung.

Im 96-Fan-Forum Das Fanmagazin erklärte die Gruppe: „Es gab einen Pyro-Deal zwischen dem Verein und der Ultraszene.“ Dieser sei „über einen Mittelsmann zwischen uns und Kind vereinbart“ worden.

Fünf Pyroaktionen erlaubt?

Weiter heißt es: „Dieser Kompromiss sah vor, dass wir pro Spielzeit fünf Pyroaktionen (+ 1x nach Abpfiff zum Saisonende) unter den höchstmöglichen Sicherheitsstandards (genormte Fackeln, in der Hand abgebrannt, keine Böller etc.) durchführen können.“ Ziel sei es von Vereinsseite aus gewesen, „Budgetsicherheit zu haben und die Dinge, die ohnehin stattfinden, in möglichst sichere Bahnen zu lenken“.

Gestrichene Privilegien

Nachdem die Ultras im DFB-Pokal-Spiel zwischen Hannover und Dynamo Dresden am 31. Oktober bengalische Feuer eingesetzt hatten, hatte Kind den Fangruppen „Ultras Hannover“ und „Brigade Nord“ Privilegien wie die Verwendung eines Containers zur Lagerung von Fan-Utensilien gestrichen sowie die Vorbereitung von Choreographien im Stadion untersagt. Es war der zweite Einsatz von Pyrotechnik in der laufenden Saison.

Das habe laut Erklärung der Ultras zum Bruch mit Kind geführt: „Nach den Maßnahmen infolge des Dresden-Spiels und dem Verhalten von Martin Kind, der von der Absprache nichts mehr wissen wollte, war für uns klar, dass in dem bisherigen ,Dialog‘ ein Ehrenwort nichts wert ist. Aus diesem Grund wird es unsererseits keine Gespräche mehr mit der Vereinsführung geben und unter der Präsidentschaft von Martin Kind auch keine Teilnahme seitens der Ultraszene an den Fanrunden.“

Kind dementiert

Kind selbst dementiert eine derartige Absprache jedoch. Goal.com gab er folgende Erklärung: „Es hat zu keinem Zeitpunkt eine Vereinbarung über das Abbrennen von Pyro-Technik gegeben. Ein entsprechender Wunsch wurde abgelehnt, da das Abbrennen von Pyro-Technik gesetzlich verboten ist.“

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