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Hamburger SV: Mut und Übung als Erfolgsrezept

Der hohe Auswärtssieg beim Meister und Pokalsieger war die große Überraschung des Spieltags. Kein Wunder, dass die Stimmung bei den „Rothosen“ hinterher exzellent war.

Dortmund. Mit einer 0:2-Niederlage gegen den Aufsteiger aus Frankfurt im Gepäck machte sich der Hamburger SV auf zum Bundesliga-Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund. Die Chancen auf einen Dreier beim Meister und Pokalsieger standen eigentlich schlecht – doch am Ende sprang ein überragender 4:1-Sieg für die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink heraus. „Es war ein geiles Bundesliga-Spiel mit allen Dingen, die dazu gehören“, meinte Linksverteidiger Marcell Jansen hinterher in der Mixed Zone.

Nicht versteckt

Die Dinge, die aus Hamburger Sicht erfreulicherweise dazu gehörten, waren vor allem Leidenschaft, Zug zum Tor und die nötige Aggressivität. „Warum nicht immer so?“, könnten sich die HSV-Fans fragen. „Für uns ist viel wichtiger, als Mannschaft zu sehen: Haben wir von Anfang an unser Spiel gemacht oder haben wir uns versteckt? Wenn wir alles versuchen und das klappt mal nicht und wie verlieren, dann ist es doch okay. Aber wenn wir es gar nicht versuchen und wir zu ängstlich sind, dann ist es ein Problem“, sagte Jansen nach dem Schlusspfiff.

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Drei Mal über links

Der Mut war bei den Gästen da – und das schon vor dem 0:1 durch Robert Lewandowski und der Roten Karte für den Polen, die das Spiel noch hektischer machte, als es vorher schon war. Auffällig war beim Hamburger SV, dass drei Tore über die linke Seite fielen, was bei starken Linksfüßen im Team wie Dennis Aogo, Marcell Jansen und Rafael van der Vaart keine besondere Überraschung sein sollte. Das Trio setzte die beiden Angreifer Artjoms Rudnevs und Heung-Min Son immer wieder in Szene.


„Keine Zufallsprodukte“

„Rudi“ und „Sonny“ erzielten jeweils einen Doppelpack – und bekamen deshalb auch von den Kollegen ein Sonderlob: „Sie gehen weite Wege und sie werden nicht gerade wenig gefüttert von uns mit Flanken. Sie bewegen sich sehr gut und setzen ihren Körper gut ein und das ist wichtig, damit wir nachrücken können. Das macht Rudi auch immer besser. Dass er vorne gefährlich ist, das wissen wir. Wenn wir Tore machen, dann sind sie meist schön herausgespielt und keine Zufallsprodukte“, stellte Jansen zufrieden fest.

„Kommt alles vom Üben“

Das einzige Tor, das über die rechte Seite fiel, war das 2:1 durch Son, der nach innen zog und mit einem spektakulären Linksschuss unhaltbar traf. „Das habe ich sehr viel geübt. Das kommt alles vom Üben“, freute sich der Südkoreaner nach Spielende. Erst gegen Bremen mit rechts in den Winkel, jetzt in Dortmund ein Kunstschuss mit links. „Jeder hat gesehen, dass wir gewinnen wollten. Wir waren vor dem Spiel sehr heiß“, sagte Son. Von einer möglichen Feier auf der Rückfahrt nach Hamburg war er allerdings nicht begeistert: „Ich will meine Ruhe haben“, grinste er. Und die HSV-Fans würden gerne mehr Spiele wie das am Samstag in Dortmund haben.

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