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Der VfB verliert auch gegen Bremen und befindet sich nach fünf Niederlagen im freien Fall. Führungsspieler sind nun gefragt, doch vor allem ihnen passieren schlimme Fehler.

Stuttgart. Am Ende war das Ergebnis ganz klar: Mit 1:4 musste sich der VfB Stuttgart den Gästen vom SV Werder Bremen in der eigenen Arena geschlagen geben. Die Enttäuschung stand den Spielern ins Gesicht geschrieben, nach fünf Niederlagen in Folge mussten sie wieder einmal die gleichen Fragen der Journalisten nach den Ursachen der Krise beantworten.

VfB in echter Krise

Die ersten Minuten machten am Samstag allen Beteiligten richtig Mut. Der VfB Stuttgart begann sein Heimspiel gegen Bremen offensiv und voller Selbstvertrauen, man merkte, hier spielt eine Mannschaft, die es seinen Anhängern unbedingt beweisen will. Nicht unverdient kamen die Schwaben so zu den ersten Torchancen der Partie, verpassten es aber, das wichtige 1:0 zu erzielen. Im Gegenteil: Nach 15 Minuten wurden die Gäste aus Bremen immer besser und gingen schließlich ihrerseits in Führung.

Das war der Anfang vom Ende, auch wenn der VfB Stuttgart durch einen guten Start in die zweite Halbzeit noch den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer erzielen konnte. Am Ende stand ein 1:4 auf der Anzeigetafel, was die fünfte Niederlage in der Bundesliga in Folge bedeutete. Damit kann man wohl endgültig von einer Krise bei den Schwaben sprechen. Angesprochen auf diese Krise sagte VfB-Routinier und Mittelfeldmann Christian Gentner nach dem Spiel: „Wir haben fünf Spiele in Folge verloren, nennen Sie es, wie sie wollen. Wir wissen, dass wir ganz schnell die Kurve kriegen müssen, das ist uns allen klar.“

„Es kann so nicht weitergehen“

Dabei sind es immer wieder individuelle Fehler, die den VfB aus der Bahn bringen und dafür sorgen, dass die Stuttgarter unnötige Gegentore kassieren. Das Problem dabei: Diese Fehler passieren nicht etwa jungen, unerfahrenen Spielern, sondern den Erfahrenen, die eigentlich vorneweg gehen und den Rest des Teams führen sollten. Christian Gentner sagte dazu nach dem Spiel am Samstag gegenüber Goal.com: „Es geht jetzt darum, dass wir zeigen, dass wir zusammenhalten, egal, ob der ein oder andere einen Fehler macht. Da darf keiner mit dem Finger auf andere zeigen. Jeder weiß, dass er mehr abrufen muss und auch, dass er mehr bringen kann. Das ist das gute, dass wir das wissen, nur klar ist auch, dass das alleine nicht hilft. So eine Phase löst du nur, wenn du als geschlossene Mannschaft auftrittst.“

„Es geht jetzt darum, dass wir zeigen, dass wir zusammenhalten, egal, ob der ein oder andere einen Fehler macht. So eine Phase löst du nur, wenn du als geschlossene Mannschaft auftrittst.“


- Christian Gentner

Ein solcher verheerender Fehler ist am Samstag William Kvist passiert, ein Spieler, der in der vergangenen Saison noch absoluter Leistungsträger bei den Schwaben war und auch in der Hinrunde noch deutlich besser spielte als jetzt. Weitere Beispiele gibt es genug, unter anderem bereitete Cristian Molinaro gegen den FC Bayern München dem Gegner ein Tor quasi direkt vor. Diese Fehler abzustellen dürfte wohl die schwierigste Aufgabe für Trainer Bruno Labbadia sein, immerhin kosteten sie auch bereits so manch einen Punkt, den die Schwaben dank einer ordentlichen Mannschaftsleistung eigentlich durchaus verdient gehabt hätten.

Gegen Genk den Kopf freispielen?

Am kommenden Donnerstag steht gleich das nächste Spiel auf dem Programm, in der Europa League kommt der KRC Genk in die Mercedes-Benz Arena. Auf Nachfrage von Goal.com, ob dieses Spiel helfen könnte, da man gleich eine neue Bewährungschance bekommt, antwortete Gentner: „Das Donnerstag-Spiel habe ich noch nicht im Kopf,  das muss ich ganz ehrlich sagen. Momentan ist einfach noch die Enttäuschung riesig. Natürlich müssen wir die Köpfe für Donnerstag dann im Laufe der Woche wieder  hinkriegen und das Spiel als Chance sehen,  aus dem negativen  Strudel herauszukommen, aber daran habe ich  so direkt nach dem Spiel noch keinen großen Gedanken verschwendet.

Drei Tage später geht es dann zum kleinen Derby nach Sinsheim, wo die TSG Hoffenheim auf die Schwaben wartet. Die Chance ist also da, sich mit zwei Siegen binnen drei Tagen aus der Krise zu befreien. Es könnte aber auch passieren, dass der freie Fall fortgesetzt wird.

EURE MEINUNG: Kann der VfB Stuttgart den Negativtrend bald stoppen?

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