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Drei Siege feierte der BVB zum Rückrundenauftakt – und auf einmal kassierten die Schwarz-Gelben in einem emotionalen Duell am Samstag gleich vier Tore und eine bittere Pleite.

Dortmund. Drei Heimniederlagen hat Borussia Dortmund in dieser Bundesliga-Saison schon kassiert. Bei der Pleite gegen Schalke lieferte die gesamte Mannschaft eine schwache Leistung ab. Beim 2:3 gegen Wolfsburg lieferte Schiedsrichter Wolfgang Stark mit seinem Fehler beim Platzverweis von Marcel Schmelzer die Vorlage für die Niederlage. Und beim 1:4 (1:2) gegen den Hamburger SVwar es die aus BVB-Sicht verhängnisvolle Kombination einer frühen Roten Karte und einer schlechten Leistung, die zum dritten Mal in dieser Spielzeit zu null Punkten vor eigenem Publikum führte.

Nur die Gäste feiern richtig

Kurz vor dem Abpfiff bot sich in der Dortmunder Arena ein seltsames Bild: Hinter dem einen Tor hielten die schwarz-gelben Fans ihre Schals beim Spielstand von 1:4 trotzig in die Höhe und sangen ihre Lieder. Auf der Haupt- und Gegentribüne hatten die Zuschauer ihre Sitze in der Vielzahl schon längst verlassen und sich auf den Heimweg gemacht. Und im Gästeblock war die Hamburger Party in vollem Gange: „Oh, wie ist das schön“, sangen die HSV-Fans, die ihr Glück beim Meister und Pokalsieger kaum fassen konnten.

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Verbesserungsbedarf

Die Dortmunder Spieler konnten den Ausgang des Duells ebenfalls kaum fassen. „Insgesamt haben wir auch defensiv nicht so gestanden, wie wir uns das vorstellen. Die Räume waren nicht geschlossen. Der HSV hat über die Flügel enorm viel Druck gemacht, am Ende relativ leichte Tore geschossen. Das ist uns lange nicht mehr passiert“, stellte BVB-Kapitän Sebastian Kehl hinterher in der Mixed Zone fest. Mit Nuri Sahin hatte er zum ersten Mal von Anfang an wieder seinen alten Partner im defensiven Mittelfeld. Und auch der Rückkehrer sah bei seiner Mannschaft noch erheblichen Verbesserungsbedarf – denn immerhin steht am Mittwoch das schwere Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Schachtjor Donezk an.


Keine Ausreden

„Wir standen nicht gut und waren oft einen Schritt zu spät. Die haben verdient gewonnen“, sagte Sahin nach dem Schlusspfiff über die Hamburger und fügte hinzu: „Wir haben einfach heute als Mannschaft nicht unsere Leistung gebracht. Der HSV ist über sich hinausgewachsen und hat uns bitter bestraft. Da darf man jetzt nicht nach Ausreden suchen.“ Eine Ausrede der Zuschauer, die gewohnt emotional mitgingen, als sie eine „Verschwörung“ gegen ihren Lieblingsklub witterten, war die Rote Karte für Robert Lewandowski, der nach einem Freistoßpfiff durchzog. Der Pole selbst wollte hinterher nichts sagen und auch seine Teamkollegen thematisierten den Vorfall nicht mehr, sondern beschäftigten sich mit der eigenen Leistung.

„Ganz anders vorgestellt“

Und die war vor allem auf den Außenpositionen nicht gut, denn alle Hamburger Tore fielen über die Flanken. Dort gibt es viel Raum für Verbesserungen – und die müssen schnell vor dem Donezk-Spiel geschehen. „Wir hatten es uns heute natürlich ganz anders vorgestellt, dass wir mit viel mehr Schwung dort anreisen. Aber es ist ein neuer Wettbewerb. Wir freuen uns riesig auf das Spiel“, hoffte Sebastian Kehl darauf, dass die Pleite aus der Bundesliga nicht mit in die „Königsklasse“ genommen wird. „Dort müssen wir als Mannschaft besser stehen und vorne die Angriffe des Gegners ausschalten“, fügte Nuri Sahin dazu. Und wenn sich die Dortmunder in Donezk weder einen frühen Platzverweis noch eine schlechte Leistung erlauben, dürfte die HSV-Pleite für die Schwarz-Gelben schon am Mittwoch wieder endgültig abgehakt sein.

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