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Hannovers Abwehr hielt diesmal dicht. Gegen die TSG holte man die vollen drei Punkte, ohne dabei zu glänzen. Nun geht es nach Russland.

Hannover. Hannover 96 gegen die TSG Hoffenheim - das war auch das Duell der zweitschlechtesten gegen die schlechteste Defensive der Bundesliga. Wer nun ein Schützenfest erwartet hatte, wurde allerdings enttäuscht. Lediglich einmal klingelte es, 1:0 hieß es am Ende für die Niedersachsen.

Der einzige Treffer des Tages fiel bereits in der neunten Minute, und fast schon naturgemäß war es Mame Diouf, der Heurelho Gomes überwunden hatte - der TSG-Keeper machte dabei eine nicht wirklich gute Figur. „Mame hat das wichtige Tor geschossen“, brachte es 96-Keeper Ron-Robert Zieler nach Abpfiff auf den Punkt.

Auf Diouf ist Verlass

Dioufs Treffer war im Grunde ein Prototyp der gefürchteten 96-Konter: Balleroberung an der eigenen Strafraumgrenze, Jan Schlaudraff spielt raus auf Szabolcs Huszti, der Ungar den Ball in die Mitte - wo Hannovers Torgarantie zur Stelle ist. „Danach haben wir einfach nur gefightet und uns die drei Punkte verdient.“

In der Tat war es ein vom Kampf geprägtes Spiel, spielerisch ging auf beiden Seiten nicht viel, vor allem von hannoverscher Seite hätte man gegen die abstiegsgefährdeten Kraichgauer durchaus mehr erwarten können. Dennoch konnte der Europa-League-Kandidat vor allem durch Konter den einen oder anderen Nadelstich setzen, der zweite Treffer jedoch gelang nicht.

Zieler mit Defensive zufrieden

Zumindest mit der Abwehrleistung seines Teams war Zieler aber zufrieden: „Es war einfach eine geschlossene Mannschaftsleistung, wir haben kompakter gestanden als zuletzt.“ Daher habe man „relativ wenige Chancen zugelassen“, dennoch musste der 96-Keeper einige Male eingreifen, war aber stets auf dem Posten - es war eine starke Leistung des bei Joachim Löw degradierten Schlussmannes. Der freute sich, „endlich mal wieder zu Null gespielt“ zu haben.

Wie kampfbetont die Partie war, machten auch die Aussagen von Hannovers Rechtsverteidiger Sofian Chahed deutlich: „Die Hoffenheimer haben sehr viele Zweikämpfe bestritten, haben jeden Zweikampf angenommen und deshalb mussten wir knallhart dagegen halten. Das haben wir auch gut gemacht.“

Chancenauswertung mangelhaft

Neben der Tatsache, dass spielerisch noch Luft nach oben war, war aber auch die Chancenauswertung ausbaufähig. „Mit meiner und der Chance von Mame Diouf müssen wir den Deckel drauf machen, dadurch hätten wir dann die nötige Sicherheit bekommen“, erkannte Jan Schlaudraff richtigerweise. Da beide im zweiten Durchgang aber beste Einschussmöglichkeiten vergaben, musste man bis zum Schluss zittern.

Letztlich blieb das unter dem Strich schwache Hoffenheim aber zu harmlos, der frühe Diouf-Treffer reichte zum Sieg. So konnte man sich zumindest ein bisschen Selbstvertrauen für die Reise nach Russland holen - am Donnerstag ist 96 bei Anzhi Makhachkala und Samuel Eto’o zu Gast. Aber das „wird sicher ein ganz anderes Spiel“, wie Chahed erklärte. Davon ist auszugehen.

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