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In einem Interview hat Schalkes Manager Horst Heldt die Mannschaft in die Pflicht genommen. Für Trainer Jens Keller fordert er mehr Akzeptanz und die Saisonziele werden revidiert.

Gelsenkirchen. Manager Horst Heldt hat Stellung zur aktuellen Lage bei Schalke 04 genommen. Während er die Reaktionen der Fans nachvollziehen kann, sieht er die Mannschaft jetzt in der Pflicht. Die negative Stimmung gegenüber Trainer Jens Keller ist für ihn unverständlich.

„Kurzfristig wieder in die Erfolgsspur kommen“

Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Greuther Fürth gerät das Saisonziel, die Qualifikation zur Champions League, für Schalke zunehmend außer Reichweite. „Jetzt ist die Situation eine andere“, erklärte Heldt im Interview mit eurosport.yahoo.com, nachdem drei fest eingeplante Punkte nicht geholt wurden. Für die Fans zeigte der Manager Verständnis. Es sei „selbstverständlich“ und „auch in Ordnung“, dass die Fans nach der Niederlage gegen Fürth unruhig werden.

Von Saisonzielen will er derzeit nichts hören: „Wir spielen als nächstes gegen den FC Bayern. Deswegen ist es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, über Saisonziele, sprich die Champions League, zu sprechen. Wir müssen sehen, dass wir kurzfristig wieder in die Erfolgsspur kommen.“ Derzeit ist Schalke nur Tabellensechster, mit sieben Punkten Rückstand auf die Champions-League-Plätze.

Heldt gab darüber hinaus zu, dass ihn die „Gewaltigkeit“ der Krise auf Schalke überrascht habe, wusste allerdings auch dieses Phänomen zu erklären: „Wir haben die zweitgrößte Mitgliederzahl in Deutschland und je mehr Leute sich mit dem Verein identifizieren, desto mehr Leute beschäftigen sich mit diesem und denken jeden Tag an Schalke.“

Schwierige Situation mit Jens Keller

Jens Keller, der kurz vor der Winterpause Huub Stevens als Trainer bei Schalke 04 ablöste und seitdem von vier Pflichtspielen nur eines gewinnen konnte, gerät jetzt zunehmend in die Kritik. Allerdings, so Heldt, habe Keller teilweise von Anfang an keine Akzeptanz gehabt – ein Zustand, der sich durch die Niederlage gegen Schlusslicht Fürth noch verschlechtert hat.

Heldt beklagte allerdings die fehlende Wertschätzung für Keller: „Dass er von Teilen der Öffentlichkeit keine Chance bekommen hat, ist schade, weil er ein junger deutscher Trainer ist, dem man eigentlich eine Chance geben müsste. Nachvollziehbar ist das für mich nicht, aber so ist die Situation momentan nun einmal.“

Dennoch soll der 42-Jährige zumindest diese Saison als Trainer bei Schalke beenden: „Wir werden mit Jens auf jeden Fall bis zum Saisonende arbeiten. Das haben wir uns bis dahin fest vorgenommen, das auch öffentlich so ganz klar erklärt und an dieser Situation wird sich auch nichts ändern.“

Duell auf Augenhöhe in der Champions League

Trotz aller Probleme in der Liga mit jetzt nur einem Sieg aus den letzten neun Spielen steht Schalke im Achtelfinale der Champions League, wo es gegen Galatasaray Istanbul geht. „Galatasaray hat sich in der Gruppenphase durchgesetzt, sie haben viele gute Spiele gemacht, haben eine sehr gute Mannschaft und sind aktuell Tabellenführer in der Türkei“, lobte Heldt den Gegner.

Auch nachdem die Türken sich im Winter mit Wesley Sneijder und Didier Drogba verstärkt haben, sieht Heldt es als „ein Duell auf Augenhöhe“. Sneijder, damals noch bei Inter Mailand, habe man immerhin auch im direkten Duell geschlagen, betonte Heldt: „Er ist jemand, vor dem man immer aufpassen muss, aber jetzt auch keiner, vor dem wir in Angst erstarren.“

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