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Die „Ultras GE“ haben den Schalker Fanclubverband verlassen und gehen künftig eigene Wege. Zuvor sei versucht worden, „kritische Stimmen mundtot zu machen“.

Gelsenkirchen. Die „Ultras GE“ sind mit sofortiger Wirkung aus dem Schalker Fanclubverband (SFCV) ausgetreten. Die Gruppierung begründete diesen Schritt in einer öffentlichen Erklärung mit der aus ihrer Sicht zu großen Vereinsnähe des SFCV.

Interessenkonflikt mit dem Schalker Fanclubverband

„Der SFCV vertrat unserer Meinung nach nicht mehr die Interessen der ihm angeschlossenen Fanclubs, sondern immer mehr die des S04-Vorstands“, heißt es in dem Schreiben, das auf ultras.ge, der offiziellen Website der Vereinigung, veröffentlicht wurde.

„Ultras GE“ wirft dem Schalker Fanclubverband im Detail vor, insbesondere in der Kartenpreispolitik sowie in punkto des DFL-Papiers „Sicheres Stadionerlebnis“ nicht die Interessen der Anhänger vertreten zu haben: „Anstatt hier die Meinung der Fanbasis aufzunehmen und diese gegenüber dem Verein zu vertreten, wurde nur versucht, die Argumente des Vereins den Fans aufzuerlegen und die kritischen Stimmen mundtot zu machen.“

Neugründung unter Federführung der „Ultras GE“?

Weil Gespräche mit dem SFCV nach Auffassung der „Ultras GE“ nicht die erwünschte Wirkung gehabt hätten, sei der Austritt alternativlos geworden: „Wir haben nicht mehr den Eindruck, dass der SFCV noch in ausreichendem Maße die Interessen der Fans vertritt und die Aufgabe einer Fanvertretung wahrnimmt.“

Für die Zukunft streben die „Ultras GE“ jedoch die Gründung einer neuen, übergeordneten Fan-Organisation an: „Wir bleiben lieber unabhängig und bilden gern mit anderen Fanclubs und Fans eine neutrale Interessenvertretung, welche die Meinungen und Interessen der Fans gegenüber dem S04-Vorstand vertritt.“

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