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Im Fall des Seeler-Enkels Öztunali ergreift die HSV-Legende nun das Wort. Seine Kritik fällt dabei deutlich aus.

Hamburg. In der vergangenen Woche wurde der Wechsel von Levin Öztunali zu Bayer Leverkusen bekannt. Der 16-Jährige gilt als größtes Talent beim Hamburger SV und ist gleichzeitig Enkel von Ehrenspielführer Uwe Seeler.

Seeler kritisiert seinen HSV

Öztunali wurde nach der Nichtverlängerung seines Vertrages in Hamburg vom Verein degradiert. Der Vorstandsvorsitzende Carl Jarchow dementierte dies jedoch am Sonntag im „Doppelpass“.

Uwe Seeler erklärte daraufhin gegenüber der Bild: „Jarchow spricht nicht die Wahrheit. Der Junge wurde von der U19 in die U17 degradiert, darf nur noch dort trainieren und nicht mehr spielen. Wenn das keine Degradierung ist...?“

Öztunali auf dem Abstellgleis

Ebenso warf der ehemalige Nationalspieler dem  Verein vor, nicht persönlich mit Öztunali gesprochen zu haben. „Man hat Levin das nicht mal persönlich gesagt, sondern ihn nur über Mittelsmännern informiert. So was geht gar nicht“, so Seeler.

Weiter warf der 76-Jährige seinem ehemaligen Arbeitgeber vor, sich nicht früh genug um eine Verlängerung bemüht zu haben: „Es ist armselig, was meinem Enkel passiert ist. Die ganze Sache hat nichts mit Geld zu tun. Beim HSV reagiert man einfach oft viel zu spät.“

SO GEHT ES WEITER
Hamburgs anstehende Aufgaben
09.02. Borussia Dortmund (A)
16.02. Borussia M'Gladbach (H)
23.02. Hannover 06 (A)
02.03. Greuther Fürth (H)
09.03. VfB Stuttgart (A)
16.03. FC Ausgburg (H)

Andere Talente haben Vorrang

Wie die Bild berichtet, hatte der Hamburger SV mit 800.000 Euro ein deutlich geringeres Angebot abgegeben, als Bayer Leverkusen, die mit 1,7 Millionen Euro bis 2018 die Zusage des Spielers erhielten.

Die HSV-Ikone will daraus Konsequenzen ziehen: Er bleibe HSVer, aber „sicherlich mit ein bisschen Abstand“, sagte der 76-Jährige im Sport1-Interview.

„Ich hoffe und wünsche mir nur, dass man die Linie des HSV wiederfindet. Ich glaube, jeder Verein - auch im Profifußball - hat eine Seele. Wir haben ja Beispiele, ob es jetzt Dortmund oder Bayern München ist, die das auch während des Geschäfts nicht vergessen. Und ich bin der Meinung, wenn man wieder nach oben will, sollte man die auch pflegen.“

Sportchef Frank Arnesen nahm zu Seelers Vorwürfen Stellung: „Levin ist nicht suspendiert. Wir respektieren seinen Vertrag, der bis Sommer läuft. Er wird weiter bei uns trainieren. Doch die Talente wie Tah, Steinmann oder Norgaard, die unseren Weg und unsere Philosophie mitgehen wollen, haben Vorrang.“

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