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Der frühere Nationalspieler müsse sich jetzt aus der unglücklichen Lage boxen. Dabei brauche er die Hilfe des Vereins, aber ganz sicher kein Mitleid.

Berlin. Günter Netzer ist der Meinung, dass Bundesligist 1899 Hoffenheim in der Personalie Tim Wiese richtig gehandelt habe, wie er in seiner Bild-Kolumne erklärte. Der Torhüter müsse die Situation nun gemeinsam mit dem Verein meistern und brauche vor allem kein Mitleid.

„Zu viele negative Gedanken belasten ihn“

„In solch einer Situation kommen Versagensängste und Selbstzweifel auf, die Wiese so bislang nie ausstrahlte. Zu viele negative Gedanken belasten ihn. Intuition und Instinkt sind plötzlich nicht mehr in dem nötigen Maß vorhanden, nichts geht mehr von allein“, so Netzer.

Der ehemalige Nationalspieler betonte: „Das Allerwenigste, was er jetzt braucht, ist Mitleid. Diese Situation ist völlig ungewohnt für ihn.“

Situation muss gemeinsam bewältigt werden

Den Transfer von Wiese nach Hoffenheim im Sommer hatte Netzer als unproblematisch angesehen: „Es gab keinerlei Anzeichen dafür, dass seine Leistungen so dramatisch nachlassen würden und er in Hoffenheim in eine Situation geraten könnte, wie sie sich jetzt präsentiert. Nicht bei einem Torwart, der seine Qualitäten über längere Zeit bewiesen hat und zuletzt bei der WM und EM im Kader der Nationalelf stand.“

Entscheidend sei nun, so der 68-Jährige weiter, dass Verein und Spieler die unerklärliche Situation gemeinsam bewältigten.

Dabei habe Hoffenheim den richtigen Schritt unternommen. „Zum einen, weil Wieses augenblickliche Leistungen nicht ausreichen, um dem Verein zu helfen. Und zum anderen, weil Hoffenheim in eine sportlich sehr schwierige Situation geraten ist“, so Netzer in der Bild am Sonntag.

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