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Gerald Asamoah konnte nach dem Spiel sein Glück kaum fassen: Nikola Djurdijc traf in der Nachspielzeit zum Fürther Sieg. Ausgerechnet auf Schalke gewannen die Fürther endlich.

Gelsenkirchen. Samstagnachmittag, 17:22 Uhr. Wir schreiben die 92. Minute im Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und der SpVgg Greuther Fürth: Nikola Djurdijc schafft das, womit wohl vor allem die Fürther am Wenigsten gerechnet haben – er trifft zum 2:1-Auswärtssieg auf Schalke. 60.000 Schalker packen sich entgeistert an den Kopf, nur zwei freuen sich wie Bolle und legen einen Sprint aufs Feld, der selbst Usain Bolt auf den ersten Metern hätte alt aussehen lassen. Mike Büskens und Gerald Asamoah konnten ihr Glück kaum fassen.

„Wie geil ist das denn? Wer hätte denn damit gerechnet“, fragte sich Asamoah nach dem Spiel. „Ich habe den Jungs vor dem Spiel gesagt, sie sollen es genießen hier zu spielen. Dass haben wir dann auch. Hinzu kam, dass wir in einigen Situationen viel Glück hatten und somit einen dreckigen Sieg einfahren konnten“, sagte Asamoah nach dem Spiel überglücklich zu den versammelten Journalisten.

Asamoah ist begeistert von den Schalker Fans

Für Asamoah war es ein besonders Spiel: Das erste Mal seitdem der Ur-Schalker den Verein verließ, durfte er wieder in der Veltins-Arena auflaufen. Und die Fans hatten ihren „Asa“ nicht vergessen. Bereits vor dem Anpfiff wurde er gefeiert wie ein eigener Spieler. Als er dann in der 82. Minute für Illir Azemi ausgewechselt wurde, gab es sogar Standing Ovations von allen anwesenden Zuschauern. „Das war einmalig was ich bei meiner Auswechslung erlebt habe. Die Fans honorieren meine jahrelange Arbeit hier. Das wir ausgerechnet hier gewinnen ist unglaublich. Solche Geschichten schreibt nur der Fußball“, erklärte Asamoah, der erst kurz vor dem Spiel von seinem Startelf-Einsatz erfahren hat: „Der Trainer hat uns heute erst ganz spät gesagt, wer aufläuft. Auch deshalb wusste ich beim Warmlaufen nicht genau, wie ich mich gegenüber den Fans verhalten sollte.“

Jones sauer auf eigene Fans

Anders als Asamoah war Jermaine Jones alles andere als begeistert von den Liebesbekundungen der Fans an den EX-Schalker: „Auf der einen Seite wird ein ehemaliger Spieler mit Standing Ovations bei der Auswechslung gefeiert, auf der anderen werden wir als aktuelle Mannschaft ausgepfiffen. Das kann nicht sein und tut der Mannschaft auch nicht gut. Bei allem Respekt vor dem, was Asamoah für Schalke geleistet hat, so können uns die Fans nicht behandeln. Ausnehmen möchte ich allerdings die Nordkurve die uns immer unterstützt“, beschwerte sich Jones.

Für Büskens ist der Sieg Ergebnis harter Arbeit

Mike Büskens, Schalker Eurofighter und langjähriger Spieler und Trainer freute sich hingegen sehr über den Sieg. Nach dem Treffer sprintete er auf den Platz, um mit seinen Jungs zu feiern. „Solche Sprints habe ich schon häufiger hingelegt, nur hatte ich in den letzten Spielen leider keinen Grund dafür. Die Freude musste heute einfach raus“, sagte Büskens. Trotz der Emotionen kann er den Sieg genau einordnen: „Heute stimmte alles, die Leistung war mehr als ordentlich. Alles sind sehr viel gelaufen und heute haben wir gezeigt, dass wir sehr viel Potential im Team haben.“

EURE MEINUNG: War der Fürther Sieg verdient?

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