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Thorsten Fink nach dem Derbysieg: „Wir sind eine Stufe weiter“

Nach einem irregulären Treffer und zwei Platzverweisen kamen alle Beteiligten überein, dass das ein richtiges Derby gewesen sei. Die Worte „Aggression“ und „Bissigkeit“ fielen.

Hamburg. Das Nordderby ist entschieden. Der Hamburger SV gewann mit 3:2 gegen Werder Bremen. Mehmet Ekici sah den SVW heute bissig und aggressiv. Auch Thomas Schaaf musste zugeben, dass der HSV eben ein Tor mehr geschossen hat, auch wenn Dennis Aogo vor seinem Tor mit dem Arm den Ball kontrollierte. Er freute sich über sein Glück, dass Kinhöfer nicht gepfiffen hatte. Thorsten Finkwar sichtlich erfreut, dass seine Mannschaft einen neuen Schritt genommen habe.

Ein sichtlich enttäuschter Ekici stellte sich nach dem Spiel den Journalisten. Der Mittelfeldspieler hatte heute ein gutes Spiel gemacht, dennoch verlor sein Team 3:2 im so wichtigen Nordderby. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir waren von Anfang an bissig, aggressiv. Leider hat uns am Ende das Glück gefehlt. Die Hamburger haben das sensationell ausgenutzt“, fasste er das Spiel gegenüber Sky zusammen.

Ja, das war ein Derby!“

„Ja, das war ein Derby!“ Thomas Schaaf erklärte weiter: „Das hat man immer wieder erlebt in den letzten Jahren, dass zwei Mannschaften sich messen, sich beweisen wollen. Der HSV hat ein Tor mehr geschossen, das ist wohl das Entscheidende gewesen. Kurz nach der Halbzeit waren wir nicht so präsent, wie wir das gebraucht hätten. Nachher waren wir wieder sehr intensiv im Spiel drin, haben aber leider die Möglichkeiten, die sich und geboten haben, nicht nutzen können.“

Der erste Führungstreffer der Hamburger wurde von Aogo vorm Torabschluss mit der Hand gespielt. Thomas Schaaf hatte wenig Verständnis dafür, dass der Treffer zählte: „Wenn das Hand ist, dann muss man das pfeifen“, sagte er knapp. Das dritte Tor der Hamburger war tatsächlich kein Abseitstor, wie zunächst vermutet. Dennis Aogo hatte den Pass gespielt, als Rudnevs noch auf gleicher Höhe stand.

Schaaf will nicht über Gelbe Karten diskutieren

Zwei von Schaafs Spielern wurden des Platzes verwiesen. Clemens Fritz hatte sich zunächst eine Gelbe wegen Meckerns geholt, die zweite Karte sah er wegen eines Fouls gegen Arslan. Arnautovic wurde in der 90. Minute wegen eines Fouls zurecht verwarnt. Direkt danach tat er so, als würde er den Ball weg- bzw. gegen Kinhöfer schießen und sah direkt den nächsten Karton. „Lassen wir es. Das macht keinen Sinn, heute über Gelbe Karten zu diskutieren. Dann müssen wir auch bei der Gelben Karte von Fritz wieder anfangen und gucken, ob irgendwelche vergleichbaren Situationen auf der anderen Seite waren.“

Dennis Aogo hatte heute sein erstes Tor für den HSV erzielt. Wie die Bilder nun eindeutig belegt haben hat er den Ball mit dem Arm gespielt. „Wenn ich ehrlich bin, habe ich es nicht mehr richtig im Kopf. Wenn man es so sieht, ist natürlich ein bisschen Arm im Spiel – da muss ich auch ehrlich sein. Ich hatte in den vielen Jahren hier so oft Pech, als ich in gefährlichen Situationen war und mir das Tor nicht gelungen ist, dann nehme ich das heute dankend an.“ Dass sie vorher leicht favorisiert wurden, konnte Aogo nicht nachvollziehen: „Im Derby ist es immer etwas schwierig, von Favoriten zu sprechen. Das war ein sehr rassiges Derby. Wir liegen hier 1:0 zurück, das war nicht einfach für uns. Dann haben wir aber gut geantwortet.“

Wir sind schlecht ins Spiel gekommen“

Nun hat Thorsten Fink doch einmal ein Derby gewonnen. Es ginge ihm natürlich zunächst um den Erfolg des Vereins, aber er gab zu: „So ein Derby wollte ich natürlich auch unbedingt gewinnen und ich weiß, was das für die Region bedeutet.“ Das Spiel sah er wie folgt: „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen und kalt erwischt worden, aber die Mannschaft hat sich gut ins Spiel rein gekämpft. Spielerisch war das dann am Anfang nicht so top. Die Bremer waren auch gut eingestellt“, lobte der Trainer des HSV.

„Wir sind eine Stufe weiter, weil unsere Mannschaft aktuell mit solchen Rückschlägen umgehen kann. Da sieht man, dass die Mannschaft sich entwickelt“, freute sich Fink weiter. Auch von Artjoms Rudnevs, der den Treffer zum 3:1 markierte, hatte der Coach einen guten Eindruck: „Er war wieder genau da, wo er sein musste.“ Sein Tor war kein Abseits, sondern gleiche Höhe. Im Zweifel für den Stürmer!

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