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Bayern München drosselt Guardiola-Hype

Die Verantwortlichen versuchen den Hype um den neuen Trainer einzudämmen. Den Spielern wird ein Maulkorb verpasst, Fragen stehen auf dem Index. Alles zum Schutz von Heynckes.

München. Womöglich ist es der Trainer-Coup des Jahres: Pep Guardiola übernimmt im Sommer den FC Bayern München. Die Verantwortlichen versuchen, dem entstandenen Hype entgegen zu wirken. Mit Trainer Jupp Heynckes will man in dieser Spielzeit Titel gewinnen und ihm einen schönen Abschied bescheren

Entstehung des Hypes

Die Bekanntmachung der Verpflichtung des Spaniers löste eine mediale Lawine aus – einen regelrechten Hype. Die Statements von Verantwortlichen und Spieler glichen sich. „Wir sind stolz, weil es einer der Besten, wenn nicht sogar der beste Trainer ist, und er geht auch zum besten Verein natürlich“, so Daniel van Buyten gegenüber Goal.com.

Zugleich aber wurde der Finger gehoben und auf die Ziele in dieser Saison verwiesen. Ins Blickfeld geriet der derzeitige Trainer, Jupp Heynckes, den man mit Titel verabschieden will. Kapitän Philipp Lahm brachte es gegenüber SID auf den Punkt: „Natürlich sind wir glücklich, dass Guardiola kommt, aber wir müssen jetzt alle zusammenhalten, dass wir Jupp ein großes Geschenk machen.“

Heynckes im großen Schatten

Auch Franz Beckenbauer äußerte sich in der Bild zur Situation von Heynckes: „Wenn man ein solches Kaliber wie Pep Guardiola holt, darf man sich nicht wundern, wenn es das große Thema ist. Da muss Jupp jetzt durch. Aber er wirkt nicht gerade glücklich und gelöst.“

Der Ehrenpräsident des FC Bayern verwies via Sky90 auf das Alltagsgeschäft: „Man hat der Bundesliga gratuliert, man hat dem FC Bayern gratuliert. Aber jetzt geht es irgendwann auch wieder zurück zur Bundesliga und es wird sich wieder normalisieren.“

Tabu-Thema Guardiola

Der Rekordmeister setzte das Thema „Guardiola“ zu Beginn der Rückrunde auf den Index. Fragen zum Erfolgscoach werden gestrichen. Die Spieler weichen bei diesbezüglichen Fragen aus: „Wir wissen, was Sache ist. Alles andere ist ab Sommer erst wieder Thema. Wir wollen durchmarschieren und wollen, dass Jupp Heynckes München mit einem breiten Lachen und möglichst vielen Titeln verlassen kann“, so Neuzugang Xherdan Shaqiri in der Bild.

Und Toni Kroos ergänzte zum Pep-Boykott: „Wir wissen jetzt, wer der Trainer ist. Das Ding ist gegessen. Damit ist es gut. Wir wollen diese Saison mit der jetzigen Mannschaft und dem jetzigen Trainer Erfolg haben.“ Der Verein versucht, Trainer Heynckes und den Titelhunger ins Zentrum zu heben, um den Hype rund um Guardiola einzudämmen.

EURE MEINUNG: Tabu-Thema Guardiola: Macht die Bayern alles richtig, um den Hype zu bremsen?

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