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Nach dem souveränen Sieg der Dortmunder gegen Nürnberg schauen Spieler und Trainer auf das Topspiel am nächsten Spieltag. Nürnberg konzentriert sich auf den Abstiegskampf.
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Für den Doppel-Torschützen Jakub Blaszczykowski war nach dem Spiel schon vor dem Verfolger-Duell bei Bayer Leverkusen. „Wir denken nicht mehr daran, was soeben passiert ist. Wir haben zu wenig Punkte und konzentrieren uns bereits auf den kommenden Sonntag“, verkündete der polnische Nationalspieler wild entschlossen. Mit dem souveränen, aber keineswegs spektakulären 3:0 (2:0) über den 1. FC Nürnberg unterstrich Meister Borussia Dortmund einmal mehr seine Ambitionen auf Tabellenplatz zwei am Saisonende.
Mit seinen frühen Toren innerhalb von vier Minuten (18., Foulelfmeter und 21.) legte der 27-Jährige den Grundstein zum ungefährdeten Heimsieg und stellte mit seinem dritten Doppelpack im Trikot des BVB gleichzeitig einen persönlichen Rekord auf. Acht Saisontreffer waren ihm in der Bundesliga bislang noch nie gelungen. Doch gewohnt bescheiden ergänzte „Kuba“: „Es ist doch egal, wer die Tore schießt. Hauptsache, wir gewinnen auch weiterhin.“
Klopp zeigt Verständnis für Nachlässigkeiten
Nicht minder schnell abgehakt wollte offenbar Trainer Jürgen Klopp die Partie wissen. „Hinten eine Null, vorne eine Drei - alles gut“, fasste der BVB-Coach zusammen und gab schließlich doch noch einige Gedanken preis. „Wir haben nicht das Gefühl, das perfekte Spiel gemacht zu haben, aber wir haben das Gefühl, hochverdient gewonnen zu haben. Dennoch hätten wir es in der ein oder anderen Situation geschickter machen können“, kritisierte der 45-Jährige.
Andererseits zeigte Klopp Verständnis. Es sei bei der Dominanz „mit gefühlten 80 Prozent Ballbesitz“ nicht leicht gewesen, die Konzentration nach den schnellen Toren in der ersten Halbzeit hochzuhalten. Auch die 80.100 Zuschauer, die sich bei empfindlicher Kälte ein Feuerwerk wie beim 5:0 wie am Samstag zuvor bei Werder Bremen erhofft hatten, stellten einige Nachlässigkeiten in der Offensive fest. Folglich blieb es nach dem Wechsel beim zwölften Saisontor von Robert Lewandowski (88.).

Gündogan mit Saisonbestleistung
Dennoch stehen für den BVB allein 16 Treffer aus den letzten vier Pflichtspielen und ein Traumstart in die Rückrunde mit 8:0 Toren und sechs Punkten in der Statistik. „Es war wichtig, dass wir erneut ohne Gegentor geblieben sind“, ergänzte Nationalspieler Ilkay Gündogan, neben Blaszczykowski der herausragende Akteur auf dem frisch verlegten Rasen in der Dortmunder Arena. Beim Schlusspfiff wurden für den Ex-Nürnberger 147 Ballkontakte gezählt. Das ist Bundesliga-Spitze in der laufenden Saison.
Offenbar beflügelt durch die neue Konkurrenz in Nuri Sahin, der in der 76. Minute unter Ovationen eingewechselt wurde und damit nach seinen Stipvisiten bei Real Madrid und dem FC Liverpool erstmals seit dem 17. April 2011 (3:0 gegen Freiburg) wieder vor heimischen Fans auflief, zog Gündogan die Fäden im Mittelfeld.
Wiesinger mit seiner Mannschaft einigermaßen zufrieden
Einen wie Gündogan hätte sich Nürnbergs Trainer Michael Wiesinger in seiner völlig überforderten Mannschaft gewünscht. Dennoch wollte der Ex-Profi die Leistung des Tabellen-15. nicht geschmälert wissen und erinnerte an die fahrlässig vergebene einzige Chance zur Führung nach einer Viertelstunde. „Das Ergebnis verwischt den Eindruck. Wir haben bis zum 0:3 ganz gut verteidigt. Der letzte Treffer darf jedoch nicht passieren“, erklärte Wiesinger. Torhüter Raphael Schäfer reagierte stocksauer: „Mit so etwas ruiniert man sich die Tordifferenz.“
Die Nürnberger schauen weiter besorgt in den Tabellenkeller. „Bei uns allen läuten die Alarmglocken. Wir wissen, dass wir möglichst schnell punkten müssen“, appellierte der Ex-Dortmunder Markus Feulner. Und damit will der Club am nächsten Sonntag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach beginnen.
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