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Thomas Eichin wird bald neuer Sportdirektor von Werder Bremen. Nun sprach er über seine Beweggründe für den Wechsel und seine Ziele in Norddeutschland.

Bremen. Thomas Eichin, aktuell noch Manager des Eishockeyvereins Kölner Haie und als zukünftiger Sportdirektor Nachfolger von Klaus Allofs bei Werder Bremen, hat zu seinen Zielen Stellung genommen. Außerdem äußert er sich darüber, was ihn zum Wechsel an die Weser bewegte, die finanzielle Situation und warum er positiv in die Zukunft blickt.

Im November verkündete Sportdirektor Klaus Allofs seinen Wechsel von Werder Bremen zum VfL Wolfsburg. Mittlerweile haben die Hanseaten mit dem früheren Bundesligaprofi Thomas Eichin, der die letzten zehn Jahre als Manager der Kölner Haie arbeitete einen Nachfolger gefunden.

Werder hat immer eine gute Jugendarbeit gehabt
EICHIN ÜBER WERDER


In dessen Fußstapfen möchte der gebürtige Freiburger jedoch nicht treten, stattdessen möchte er einen eigenen Stil finden. Allofs habe gute Transfers gemacht, aber in den kommenden Jahren werde es in Bremen das große Geld nicht geben, Eichin zeigt sich in einem Eurosport-Interview jedoch unbeeindruckt:

„Mit Budgets kann ich umgehen, das habe ich gelernt. Man muss kreativ sein, gute Wege finden und ein gutes Konzept haben. Wir müssen weiterhin gute Ideen entwickeln.“ Eine gute Transferpolitik gepaart mit Spielern aus dem Leistungszentrum soll das fehlende Geld kompensieren, falls es im diesem Jahr nicht zum Erreichen des internationalen Geschäfts reicht.

Die Werder-Philosophie beeindruckt

Beeindruckt hat ihn vor allem die Werder-Philosophie. In Bremen werde sich viel Gedanken auch um das Personal gemacht. „Den Leuten, die dort arbeiten, wird die Möglichkeit gegeben, sich über einen längeren Zeitpunkt zu entwickeln.“ Bremen ist dadurch sympathisch und hat Erfolg.

Gerade die Vereine, bei denen sich Trainer, Manager und Sportdirektor als Einheit präsentieren, würden Krisenphasen meistern, und deshalb sei Werder der perfekte Verein. Bei früheren Angeboten aus der Bundesliga habe dagegen der Zeitpunkt nicht gestimmt, oder wie bei Schalke oder Hannover das Gesamtpaket.

Smarte Lösung

Der Bremer Aufsichtsratsvorsitzende Willi Lemke präsentierte Eichin als smarte Lösung; nach Eichins Meinung trifft dies deshalb auf ihn zu, weil er Erfahrung auf Geschäftsführerebene habe, kreativ sei und im Team (mit Thomas Schaaf und Frank Baumann) arbeiten könne. Zudem sprach für ihn, dass er einerseits aus einer anderen Sportart komme, andererseits den „Bundesliga-Stallgeruch“ habe.

Das Risiko für Werder halte sich in Grenzen, da die Zeiten des alleinherrschenden Managers vorbei seien und er sich als Teil eines Teams sehe. Konstanz sei ein weiterer wichtiger Faktor: „Aber auch in Bremen wird von mir kontinuierliche Arbeit verlangt und ich glaube, das kann ich.“ Er schätze aber die familiäre Atmosphäre der Werder-Familie, zumal er am Anfang starken Gegenwind erwarte: „13 oder 14 Jahre Eishockey werden immer in Frage gestellt.“

EURE MEINUNG: Ist Eichin der richtige Mann?

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