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In seinem Blog auf Bild.de spricht der frühere Nationaltorwart über die Zukunft von Bayern München unter Pep Guardiola. Er sieht in Matthias Sammer/Guardiola eine große Chance.

München. Mit der Verpflichtung von Guardiola als Nachfolger von Jupp Heynckes hat der FC Bayern europaweit Aufsehen erregt. Für Kahn bedeutet der Trainerwechsel eine „Weichenstellung“ für den Verein. „Guardiola und Sportvorstand Matthias Sammer haben jetzt die Möglichkeit, den Klub perspektivisch zu entwickeln und nachhaltig zu verändern“, so Kahn bei Bild.de. „Langfristigkeit“ sei ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Entwicklung des FC Barcelona unter Guardiola gewesen.

„Bayern benötigt eine durchgängige Philosophie“

Oliver Kahn geht davon aus, Guardiola das „Barca-System nicht eins zu eins dem FC Bayern“ aufdrücken wird. Um dieses Spielsystem zu verinnerlichen bedürfe es einiger Zeit, denn die Bayern-Spieler seien nicht mit den nötigen Automatismen aufgewachsen. Schaffen es Sammer und Guardiola aber, „eine durchgängige Philosophie zu entwickeln und zu implementieren, stellt das einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor im Kampf um die Nummer 1 in Europa dar.“ Der Titan führt weiter aus: „Sein Konzept basiert im Wesentlichen auf Spielintelligenz und technischer Perfektion.“

Kollektiv steht über Allem

Besonders gewichtig ist im Spielsystem Guardiolas der Ballbesitz. „Aber anders als bei Louis van Gaal, wo der Ballbesitz oft Selbstzweck war, soll das Spiel bei Guardiola schnell und unberechenbar bleiben“, beschreibt der Torwart die Spielweise. Bei Ballverlust müsse die Mannschaft als Kollektiv verschieben und sich untereinander helfen. Der Titan prophezeit dazu: „ Wer nicht bereit ist, diese Kollektiv-Bewegungen mitzumachen, wird es in Guardiolas System schwer haben.“

Unter Pep sind nicht alle Spieler gleich

Trotz der großen Bedeutung dieses kollektiven Systemgedankens seien unter Guardiola nicht alle Spieler gleich. Pep habe stets versucht, auf die „unterschiedlichen Charaktere im Team individuell einzugehen.“ Laut Kahn habe auch die Jugend einen großen Stellenwert unter dem künftigen Trainer. Er schreibt bei Bild.de: „Guardiola [zog] immer wieder Spieler aus der Jugend zu den Profis hoch, damit sie dort Erfahrungen sammeln konnten, um dann als Führungsspieler für das Jugendteam noch wertvoller zu sein.“

EURE MEINUNG: Kann Bayern mit Guardiola wirklich eine neue Stufe erreichen?

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