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Vier Tore in einem Auswärtsspiel – und trotzdem konnten die Niedersachsen keinen Punkt mit auf die Heimreise nehmen. Das sorgte bei den Verantwortlichen für Unverständnis.

Gelsenkirchen. Es ist ein bekannter Trainer-Satz: Ohne Fehler fallen im Fußball keine Tore. Am Freitag leistete sich Hannover 96 bei der spektakulären 4:5-Niederlage beim FC Schalke 04 zum Bundesliga-Rückrundenauftakt zu viele Aussetzer in der Defensive, um noch einen Punkt zu erobern. Da halfen auch die vier erzielten Tore nicht weiter – und das sorgte nach dem Schlusspfiff für Frust bei den Gästen.

Individuelle Fehler

„Wenn man fünf Tore bekommt, muss man hinterfragen, ob man systematisch alles richtig gemacht hat oder außergewöhnlich viele individuelle Fehler gemacht hat“, sagte 96-Trainer Mirko Slomka hinterher in der Mixed Zone und es war klar, welche der beiden Erklärungen er für die Pleite hatte. Fehler – davon gab es bei den Niedersachsen jede Menge, wobei vor allem die beiden Innenverteidiger Mario Eggimann und Johan Djourou nicht den besten Eindruck machten.

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„Keine fantastischen Tore“

Eggimann verlängerte den Einwurf vor dem 0:1 zum Gegner und war auch an der unfreiwilligen Vorlage vor dem 0:2 beteiligt. Neuzugang Djourou sah beim 2:4 von Ciprian Marica überhaupt nicht gut aus, als er nicht in den Zweikampf mit dem Rumänen ging, sondern viel Freiraum in der Mitte verteidigte. „Wir haben Fehler gemacht, die man nicht machen darf. Es waren von Schalke keine fantastischen Tore, bei denen man nichts machen konnte“, stellte Djourou nach dem Schlusspfiff fest.

Chance zum Ausgleich

Trotz der vielen Patzer blieb Hannover allerdings fast bis zum Schluss im Spiel und hätte beim Stand von 3:4 in der 86. Minute durch den Kopfball von Mame Diouf fast den Ausgleich erzielt. Am Ende brachte auch der überragende Fallrückzieher des Stürmers nur das 4:5 in der Nachspielzeit – und keinen Punkt mehr. „Wenn es noch fünf Minuten länger geht, haben wir eine Chance, einen Punkt mitzunehmen“, ärgerte sich Jan Schlaudraff nach Spielende.

Noch nie erlebt

Was Hannover 96 blieb, war die Erkenntnis, dass auch das erste Spiel nach der Winterpause wieder fünf Gegentore brachte, wie schon das letzte Duell vor der Unterbrechung beim 1:5 im Pokal in Dortmund. „Was in der zweiten Hälfte abgelaufen ist, müssen wir erst mal verarbeiten“, sagte ein kopfschüttelnder Schlaudraff. Ob er etwas wie auf Schalke schon einmal in seiner Karriere erlebte habe, wurde er gefragt. „Nein“, sagte der Offensivspieler kurz und knapp und ließ die Journalisten stehen.

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