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Eine unfreiwillige zusätzliche Unterbrechung wurde am Samstag in Leverkusen eingelegt. Die Eintracht-Fans zündelten – und brachten damit ihr Team aus dem Konzept.

Leverkusen. Sie hatten gut angefangen und das Spiel beherrscht. Die Kicker von Eintracht Frankfurt begannen das Bundesliga-Verfolgerduell bei Bayer Leverkusen stark und agierten voller Selbstvertrauen. Das Kurzpassspiel funktionierte und die Angriffe entwickelten sich gut – doch dann griffen die eigenen Fans ein, brachten das Team aus dem Rhythmus und leiteten die 1:3-Niederlage ein. In der 15. Minute starteten einige Frankfurter eine Pyro-Attacke in ihrem Block und sorgten dafür, dass Schiedsrichter Wolfgang Stark die Partie für rund zehn Minuten unterbrach.

„Einfach schade“

„Ich habe mit ein paar Leverkusenern gesprochen und die haben gesagt, dass sie in dieser Pause einiges korrigieren konnten“, berichtete Frankfurts Pirmin Schwegler von den Auswirkungen der Zwangsunterbrechung. Danach kam Leverkusen schnell zu zwei Toren – und damit schon zur Vorentscheidung vor der Pause. „Es ist einfach schade, dass wir über so etwas reden müssen statt über Fußball“, stellte der Schweizer hinterher in der Mixed Zone fest. „In erster Linie ist man machtlos“, fügte er hinzu.

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Trotzdem in die Kurve

Machtlos waren die Gäste auf dem Platz eigentlich nicht, denn sie hielten gegen den Tabellenzweiten gut mit. „Leverkusen hat drei, vier Chancen gehabt und fast alle genutzt. Deshalb haben sie verdient gewonnen“, gab Bastian Oczipka nach dem Schlusspfiff zu. Das Verhalten der eigenen Fans gab aber auch den Eintracht-Spielern zu denken, die auf dem Platz noch diskutiert hatten, ob sie sich nach dem Schlusspfiff bei den Anhängern in der Kurve wie gewöhnlich bedanken sollten.

„Solch eine Pause wünscht man sich nicht“

„Klar ist das jetzt ein Thema in der Mannschaft. Wir haben für den Verein in den letzten 18 Monaten einiges aufgebaut“, sagte Schwegler, „vielleicht will man bei 46 Grad eine Trinkpause haben, aber solch eine Pause wünscht man sich nicht“, stellte er klar. Dass die Eintracht-Niederlage allerdings nicht nur allein an dem Zwischenfall festzumachen war, sondern auch an den cleveren Bayer-Spielern, die in den entscheidenden Momenten zielstrebiger und konsequenter waren, war auch den anderen Frankfurtern klar.

Keine Gedanke an die Vergangenheit

„Die Gegentore waren ein Tick zu einfach. Aber im Großen und Ganzen können wir uns nichts vorwerfen“, meinte Torhüter Kevin Trapp. Die bittere Rückrunde aus der Abstiegssaison vor zwei Jahren schwebt einigen in Frankfurt zwar schon im Hinterkopf, doch auf solche Gedankenspiele wollte sich der Keeper noch lange nicht einlassen. „Wir sollten uns keine Gedanken machen, sondern weiter hart arbeiten und an unsere Leistungsgrenze gehen“, forderte er. Und ein paar Eintracht-Fans sollten diese Grenze nicht noch einmal überschreiten – falls ihnen dieser Klub überhaupt am Herzen liegt.

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